„Jugend und Parlament“ im Bundestag: Gerold Stabel zu Besuch in Berlin

20150615 Jugend und Parlament 002Vom 13. bis 16. Juni hatten 315 Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet wieder die Möglichkeit, einmal in die Rolle eines Bundestagsabgeordneten zu schlüpfen und die Arbeit des Deutschen Bundestages aus nächster Nähe kennenzulernen: Bei der Veranstaltung „Jugend und Parlament“ werden bundesweit Jugendliche von Mitgliedern des Deutschen Bundestages nominiert, in einem Planspiel das parlamentarische Verfahren nachzustellen. Die Teilnehmer übernehmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und werden vier Gesetzesinitiativen simulieren.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist es nicht selbstverständlich, immer einen Teilnehmer vorschlagen zu dürfen. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich in diesem Jahr mit Gerold Stabel aus Osterholz auch jemanden aus meinem Wahlkreis nominieren und zum Planspiel nach Berlin einladen konnte. Gerold hat über das Internet von der Möglichkeit erfahren, beim Planspiel mitzumachen und ist von sich aus auf mich zugekommen. Er ist einer der wenigen Teilnehmer des Planspiels, die ohne besonderen politischen Hintergrund, wie zum Beispiel durch Jugendorganisationen, nach Berlin gereist sind. Die Eigeninitiative, das Interesse und das Engagement von Gerold finde ich absolut lobenswert.
Die Jugendlichen bekommen einen sehr realistischen Eindruck von der Parlamentsarbeit im Bundestag. Der Parlamentsalltag des Planspiels ist unserem Alltag sehr ähnlich: die Termine sind dicht getaktet, es müssen Wege zurückgelegt, die richtigen Räume gefunden und lösungsorientierte Debatten geführt werden – alles immer mit einem kritischen Blick auf die Uhr, damit der Zeitplan nicht gefährdet wird. Das ist schon beachtlich.

Zur Debatte standen Entwürfe zur Einführung chancengleicher Bewerbungen für die Behörden des Bundes, zur Schaffung eines Einwanderungsgesetzes, zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft sowie zur Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit dem fiktiven Balkanstaat Illyrien. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren lernen dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal sind 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult getreten und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Vollbesetzte Besuchertribünen haben dabei für wirklichkeitsnahe Bedingungen gesorgt.

Im Anschluss an die Simulation diskutierten die Teilnehmer mit den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen, wie realitätsgetreu Jugend und Parlament die parlamentarische Arbeit abbildet.

 

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