1,4 Mio. Euro Förderung für Otterbad

Ottersberg. Der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU) hat frohe Kunde für seinen Parteikollegen Bürgermeister Horst Hofmann: Das Otterbad erhält eine Förderung von 1,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Und das, obwohl rund 1.000 Bewerbungen mit einem Volumen von zwei Milliarden Euro beim Bund eingingen. 48 Projekte wurden letztendlich in ganz Deutschland ausgewählt. Darunter auch das Otterbad.

„Ich weiß, wie stark sanierungsbedürftig das Otterbad ist und was für eine wichtige Funktion es für den Flecken Ottersberg einnimmt. Es ist ein wichtiger Treffpunkt für Jung und Alt, fördert die Gesundheit und bietet allen Altersgruppen und sozialen Schichten in Ottersberg und umzu einen integrativen Treffpunkt an“, so Mattfeldt.

Und dass es zu dieser Förderung gekommen ist, schreibt sich Mattfeldt ein Stück weit auch auf seine Fahne, denn er sei es gewesen, der Hofmann Ende 2015 auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht und bei der Formulierung des Antrages geholfen habe. Mehr noch: „Ich habe mich stetig für eine Förderung des Otterbades eingesetzt und mit vielen Gesprächen den Antrag begleitet“, so der Bundestagsabgeordnete. Nun sei er sehr glücklich, dass sich die Beharrlichkeit gelohnt hat, und das Otterbad nun mit Hilfe des Bundes saniert werden kann.

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz-Herrmann freut sich darüber, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags das Sport- und Gemeindezentrum Otterbad bei der Vergabe von Programmgeldern berücksichtigt: „Der Förderverein Otterbad hat bereits wichtige Arbeit für das Bad geleistet und positive Rahmenbedingungen geschaffen. Ich freue mich sehr, dass der Bund nun nachzieht und das Otterbad bei der Vergabe der Programmgelder des Bauministeriums vom Haushaltsauschuss berücksichtigt wird.“

Der Vorsitzende jenes Fördervereins, Stefan Bachmann, machte aus seiner Freude ebenfalls keinen Hehl: „Das ist eine Super-Geschichte, weil sie ein Meilenstein in der Sicherung des Bades darstellt.“ Nun müssten die Fraktionen aber beweisen, dass es ihnen ernst war mit ihren Versprechen, die sie bezüglich des Fortbestandes des Bades vor der Kommunalwahl getätigt haben, findet Bachmann. Man dürfe nicht vergessen, „dass es bei den 3,1 Millionen Euro nicht darum geht, sich goldene Wasserhähne anzuschaffen, sondern darum, das Otterbad nachhaltig für die Bürger zur Verfügung zu stellen“, merkt der Vorsitzende an.

Die Gesamtkosten der Sanierung des Otterbades, das im vergangenen Jahr rund 60.000 Gäste zu verzeichnen hatte, werden auf rund 3,1 Millionen Euro taxiert, wovon der Bund gemäß der Förderrichtlinie 45 Prozent übernehmen wird. An eine Terminfrist sei die Förderungszusage nicht gebunden, erklärt Mattfeld. Allerdings werde eine zügige Weiterentwicklung des Vorhabens erwartet.

Hofmann zeigte sich erfreut über die Zusage vom Bund: „Die Überraschung ist nicht ohne“, sagte er gegenüber der Rundschau, denn eigentlich war das Förderprogramm bereits abgeschlossen, wurde aber dann vom Bund doch noch einmal aufgestockt. So kommt der Flecken nun recht unverhofft zu jener Finanzspritze.

Ursprünglich hatte die Gemeinde auf eine Förderung von 90 Prozent der Kosten seitens des Bundes gehofft. Dass es jetzt nur 45 Prozent sind, entmutigt Hofmann jedoch nicht. Im Gegenteil, auch wenn der Flecken nun den größeren Teil selbst finanzieren muss, hofft er, dass die fehlenden 1,7 Millionen Euro nicht komplett über Kredite finanziert werden müssen, da die bilanzielle Entwicklung des E-Werkes Ottersberg (EWO), Muttergesellschaft des Otterbades, sich positiv gestalte.

Auch wenn die Förderungszusage nicht an einen festen Baubeginn gekoppelt ist, wollen Hofmann und seine Verwaltung die Sanierung nicht auf die lange Bank schieben. Begonnen werden soll mit den Bauarbeiten spätestens 2018. Voraussetzung dafür ist aber, dass die politischen Gremien den Plänen der Verwaltung folgen. Daher wird der Gemeinderat am 30. März jenes Thema auf der Tagesordnung wiederfinden.

aus Rotenburger Rundschau vom 08.03.2017

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