Mattfeldt: Schweinezüchter und Ackerbauern sehen kein Land mehr

22. August 2026
Pressespiegel

Mattfeldt: Schweinezüchter und Ackerbauern sehen kein Land mehr

Bundestagsabgeordneter trifft sich mit Landvolkvertretern / Trockenheit sorgt für erhebliche Ernteeinbußen / Schweinezüchter zahlen bei jedem Tier zu / Ausbleibende Ausgleichszahlungen/ Wettbewerbsverzerrung macht Landwirten schwer zu schaffen

Die wirtschaftliche Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe ist erheblich angespannt. Das weiß der hiesige direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt aus vielen Gesprächen und Schriftwechseln mit Betroffenen. Vor dem Hintergrund weiterer absehbarer Belastungen, die die Bauern nur schwer oder gar nicht abfedern können, traf sich der Haushaltspolitiker mit Landvolkvertretern im Grünen Zentrum in Verden.

„Bei unserem von Kreislandwirt Jörg Ehlers angeregten Austausch auf Augenhöhe zeigte sich, dass auch in unserer Region die Landwirtschaft erneut erheblich unter Druck steht: niedrige Erzeugerpreise insbesondere durch Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Europäischen Union und vom Land Niedersachsen verzögerte Zahlungen von Ausgleichsbeträgen stehen unkalkulierbar zunehmenden Kosten für Diesel, Dünger und Betriebskosten gegenüber.  Dazu kommen die Ernteeinbußen in einigen Gebieten durch die langanhaltende Trockenheit sowie den Schlagregen“, berichtet Andreas Mattfeldt nach dem Gespräch.

„Im Augenblick sehen insbesondere die Ackerbauern und die Schweinezüchter wirtschaftlich kein Land mehr“, so der Bundestagsabgeordnete weiter. „Die Schweinehalter zahlen beispielsweise derzeit bei jedem verkauften Tier mehr als 20 Euro zu, weil besonders Schweine aus dänischen und spanischen Betrieben zu Dumpingpreisen den Markt kaputt machen. Das können sie nicht lange durchhalten. Gleichzeitig sollen und müssen sie aber erheblich in bessere Haltungsbedingungen investieren. Das passt nicht zusammen“, beklagt Mattfeldt.

Der hiesige Bundestagsabgeordnete stimmt mit den Landvolkvertretern überein, dass angekündigte Maßnahmen des Bundes endlich umgesetzt werden müssten. „Neben akuter Liquiditätshilfe muss vor allem die steuerfreie Risikoausgleichsrücklage für Landwirte schnellstmöglich kommen. Darüber hinaus macht es keinen Sinn, eine CO2-Abgabe für Biogas und Bioethanol zu erheben, da hier ja die erwünschte Nachhaltigkeit bereits gegeben ist.“

„Für mich ist zudem klar, dass der Bürokratieabbau viel tiefgreifender erfolgen muss und es nicht bei einigen Einzelfallregelungen bleiben darf“, forderte Andreas Mattfeldt.

„Wenn wir von Ernährungssicherheit in Deutschland sprechen, dann müssen wir dafür Sorge tragen, dass landwirtschaftlichen Betriebe nicht durch Steuern, Energiepreise und immer neuen behördlichen Auflagen schlechter gestellt werden als ihre europäischen und auch internationalen Wettbewerber“, stellte der Bundestagsabgeordnete klar.

Ein Beispiel dafür seien billige Tierimporte aus zum Teil kritischen Haltungsbedingungen, die hiesigen Landwirten, die bereit seien, in verbessertes Tierwohl zu investieren, das Wasser abgraben, weil der Staat nicht regulierend eingreife. „Dagegen sind die Auswirkungen der vollständigen Rückkehr des Agrardiesels für die bäuerlichen Betriebe nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein“, kritisierte Mattfeldt.