Abschaffung der Zeitumstellung

Andreas Mattfeldt FensterSeit jeher gibt es kontroverse Diskussionen zum möglichen Nutzen der Zeitumstellung im Verhältnis zu potentiellen negativen Auswirkungen. Die EU-Kommission gelangte zuletzt im Jahr 2007 auf der Grundlage von Stellungnahmen aus den Mitgliedsstaaten sowie damals verfügbarer Studien zu dem Schluss, dass, abgesehen von der Begünstigung von Freizeitaktivitäten und der Erzielung geringfügiger Energieeinsparungen, die Auswirkungen kaum ins Gewicht fallen würden. Falls überhaupt vorhanden, sind die Energieeinsparungen, mit der die Einführung der Zeitumstellung nach der Ölkrise begründet wurde, minimal. Demgegenüber stehen viele negative Auswirkungen. Vor allem Kinder und Menschen mit Schlafstörungen kommen mit der Zeitumstellung nur schlecht zu recht. So gehen beispielsweise die Krankheitsmeldungen am Montag nach der alljährlichen Zeitumstellung im Frühling spürbar nach oben.

Laut einer Statistik der Krankenkasse DAK-Gesundheit gingen im Jahr 2014 in Unternehmen und Betrieben an den drei Tagen nach der Umstellung 15 Prozent mehr Krankmeldungen ein als an vergleichbaren Werktagen. Auch gaben in einer Umfrage der DAK-Gesundheit 27 Prozent aller Befragten an, dass sie schon einmal infolge der Zeitumstellung irgendwelche Probleme hatten, zum Beispiel gesundheitlicher oder psychischer Art oder Probleme damit, rechtzeitig aufzustehen.

Der Aufwand, die finanziellen und administrativen Kosten der Zeitumstellung sowie die gesundheitlichen Probleme vieler Menschen stehen in keinerlei Verhältnis zum Nutzen. Auch das Büro für Technikfolgen-Abschätzung kommt in seinem Bericht von Februar 2016 zu dem Ergebnis, dass ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen der Zeitumstellung nicht nachweisbar sei.

Sowohl CDU als auch CSU haben in Beschlüssen die Abschaffung der Zeitumstellung vereinbart. Allerdings ist ein dauerhaftes einheitliches Zeitregime in Europa angesichts der zunehmenden Globalisierung in allen Bereich von größter Bedeutung. Daher fordere ich, dass EU-weit ganzjährig die Sommerzeit gelten muss. Bei Einführung der ganzjährigen Sommerzeit bliebe es das ganze Jahr über abends eine Stunde länger hell, wovon besonders Berufstätige profitieren, die nach Feierabend noch Zeit draußen, beispielsweise mit der Familie, verbringen wollen.

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