Abstimmung über Fracking

Langwedel (hoe). Am 1. April ist es soweit: Das Gesetzespaket zu Erdgasförderung und Fracking wird vom Bundeskabinett beraten und vermutlich auch verabschiedet. „Die Entwürfe sehen viele gute Regelungen für die Erdgasförderung und das Fracking vor. Aber wir fordern noch weitere Verschärfungen“, teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt in einer Pressemitteilung mit. „Das Vertrauen der Bürger in die Erdgasförderung muss wieder hergestellt werden. Das geht nur durch strenge Regelungen.“

Das Gesetzespaket wird unter anderem auch von der Langwedeler Bürgerinitiative kritisiert. Es stelle wirtschaftliche Interessen auf Kosten von Umwelt und Gesundheit in den Vordergrund, heißt es. Mattfeldt selbst vermisst nach eigenen Angaben in den Entwürfen vor allem die von ihm geforderte obertägige Aufbereitung des Lagerstättenwassers. Er begrüße indes, dass bestehende Verpressgenehmigungen nur noch fünf Jahre gelten und danach lediglich eine Verpressung in druckabgesenkten kohlenwasserstoffhaltigen Gesteinsformationen zugelassen ist. „Damit ist die Genehmigung der Dea im Panzenberg nur noch fünf Jahre gültig und nach Ablauf dieser Frist brauchen wir nicht mehr befürchten, dass die Dea wieder davon Gebrauch macht“, sagte er. Zurzeit verzichte das Unternehmen auf die Verpressung in diesem Gebiet, könne diese aber jederzeit wieder nutzen.

In den Entwürfen seien eine Reihe von Tabuzonen definiert, wie beispielsweise in Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebieten und in Seen, die der Entnahme von Wasser für die öffentliche Wasserversorgung dienen. In diesen Tabuzonen dürfe nicht gefrackt und kein Lagerstättenwasser versenkt werden. Mattfeldt kritisiert, dass hier normale Erdgasförderung ohne Einsatz der Fracking-Technologie erlaubt sei. „Außerdem fehlt mir ein Verbot in Wasservorkommen, die zur Herstellung von Lebensmitteln genutzt werden“, so Mattfeldt.

aus Verdener Nachrichten vom 31.03.2015

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