Armaturenwerk weiht Neubau ein

Ritag feiert Umzug mit 200 Gästen

VON CHRISTIAN VALEK

Osterholz-Scharmbeck.

Etwa 200 Gäste des Armaturenwerks Ritag haben am Dienstag den Umzug an den neuen Standort gefeiert. Als prominenter Gast hatte sich zuvor Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigt, aus familiären Gründen schaffte er es dann aber doch nicht ins Gewerbegebiet Heilshorn.

Stattdessen sprang der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlbezirk Osterholz/Verden, Andreas Mattfeldt, kurzfristig als Redner ein. „Die große Koalition in Berlin funktioniert“, stellte er mit einem Schmunzeln klar. Mattfeldt zeigte sich vom neuen Firmensitz auf dem gut 28 000 Quadratmeter großen Grundstück beeindruckt. „Wenn man es macht, dann macht man es richtig“, lobte er den Mut von Firmengründerin Gisela Chatterjee.

Chatterjee hatte die Ritterhuder Armaturenwerk GmbH 1974 in Osterholz-Scharmbeck gegründet. Heute zählt das Unternehmen 80 Mitarbeiter. Ihre Präzisionsventile werden in 60 Länder exportiert. In mehr als 40 Ländern ist die Firma vertreten. Ritag beliefert Betriebe der Öl- und Gasbranche. Auch die Meyer-Werft in Papenburg und Konzerne wie BASF, Bayer und Siemens gehören zu den Kunden.

Der Neubau am Sachsenring gebe dem Unternehmen vor allem Perspektive, betonte der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Gellweiler. Am alten Standort in Osterholz-Scharmbeck habe Platz gefehlt, um zu expandieren. Immerhin baue das Unternehmen mittlerweile Ventile, die bis zu zwei Meter Durchmesser haben, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung betont. Das neue gut 2200 Quadratmeter umfassende Bürogebäude und die 4200 Quadratmeter große Halle würden zudem Platz bieten, um weiterzuwachsen.

Ritag hat am neuen Standort nach eigenen Angaben die Arbeitsabläufe optimiert. Damit konnten gleich mehrere Zertifizierungen erworben werden. Diese wiederum seien für einen Marktzugang in vielen Ländern nötig. Die deutsche Industrienorm habe weltweit nur noch geringe Bedeutung, stellte Gellweiler fest. Demgegenüber würden amerikanische Normen an Bedeutung gewinnen. „Wir arbeiten an der Internationalisierung unserer Marke, weil nur das eine Chance ist.“

Weser Kurier vom 21.10.15

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