Auch ein Stück DDR wurde lebendig

Mattfeldt AndreasBesucher aus Osterholz und Verden schnupperten Berliner Luft

Wer sich für die „große Politik“ interessiert, sollte sich möglichst an Ort und Stelle die entsprechenden Informationen besorgen. Die Chance dazu bietet ich zahlreichen  Menschen aus meinem Wahlkreis immer wieder. Das ist ein Angebot, das ich seit Beginn meiner Bundestagsarbeit diverse Male unterbreitet habe. Schließlich können dabei zahlreiche Fragen geklärt werden.

Auch in der vergangenen Woche folgten wieder rund 50 Bürgerinnen und Bürger meiner  Einladung in die Bundeshauptstadt.  In den drei Tagen gab es zahlreiche Gespräche und Diskussionen über viele aktuelle Themen. Dass man dabei auch über den 22. September sprach, verstand sich quasi von selbst. Schließlich wird an diesem Tag in der Bundesrepublik ein neuer Bundestag und damit auch eine neue Bundesregierung gewählt. 

Natürlich stand auch bei dieser Berlin-Visite nicht nur das gemeinsame Gespräch im Mittelpunkt des Interesses. Schließlich hat die Bundeshauptstadt jede Menge Attraktionen zu bieten. Somit gab es auch für diese Gruppe ein umfangreiches Programm, das vom Bundespresseamt in Zusammenarbeit mit meinem Büro zusammengestellt worden war. Dass dazu neben einer Stadtrundfahrt mit einer wirklich kompetenten Stadtführerin  auch die Besichtigung des Reichstages gehörte, versteht sich von selbst. Die Aufgabe des „Fremdenführers“ durch dieses historische Gebäude  habe ich gerne wieder einmal selbst übernommen.

Fragen zur aktuellen Politik und zur Aufgabenstellung eines Mandatsträgers ganz allgemein waren zuvor in einem der Ausschusssäle im benachbarten Paul-Löbe-Haus gestellt und beantwortet worden. Dabei äußerten die Gäste aus dem Wahlkreis durchaus auch Kritik an der einen oder anderen Entscheidung der Berliner Politiker. Wie groß das politische Interesse der Teilnehmer war, konnte daran abgelesen werden, dass die dafür eingeplante Zeit gar nicht ausreichte. Aber nicht tragisch: Der obligatorische Fototermin musste halt warten.

Erinnerungen der ganz besonderen Art weckte bei einigen Gästen  dann der Besuch des „Tränenpalastes“, denn viele haben einst die Schikanen bei der Einreise über den Bahnhof Friedrichsstraße in die DDR durch die damaligen Grenzbeamten persönlich aushalten müssen. Hier waren im wahrsten Sinne  des Wortes über viele Jahre viele Tränen geflossen. Eine ausgesprochen eindrucksvolle Ausstellung in der ehemaligen Bahnhofshalle, die einen tiefen Eindruck hinterließ.  Ähnlich war es in der ehemaligen Stasizentrale in der Normannenstraße. Auch hier wurde einmal mehr deutlich, was die ehemalige DDR und ihre Handlanger damals unter einer freiheitlichen Entwicklung der Menschen verstanden haben. Nämlich nichts.

Ein Informationsgespräch im Bundesfinanzministerium, Besuche  im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ und der Ausstellung „Wege, Irrwege und Umwege“ über die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie im Deutschen Dom rundeten die dreitägige Stippvisite ab. Die Gruppe aus unserer Heimat war sich nach drei erlebnisreichen Tagen an der Spree einig: Hier wurden Eindrücke gesammelt, die so schnell nicht wieder vergessen werden.

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