Behördliche Zulassung neuer Entwicklungen braucht zu lange

 

Im Oytener Gewerbegebiet sitzt der deutsche Marktführer für Rohrdurchführungssysteme, das Unternehmen Doyma. Das habe ich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Axel Miesner, dem Oytener Bürgermeister Manfred Cordes und dessen Wirtschaftsförderer Axel Junge besucht.  Ich bin begeistert, mit welchem Engagement die Firmenleitung, aber auch die Mitarbeiter diesen technologisch wegweisenden Betrieb immer weiter entwickeln. Wir haben mit Doyma hier seit 1980 einen weiteren Hidden Champion im Gewerbegebiet, der sogar über eine eigene zehnköpfige Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfügt. Die überzeugenden Produkte und die entsprechenden Nachfrage-Steigerungen lassen das Unternehmen mit seinen 160 Mitarbeitern aus allen Nähten platzen. Doyma will in diesem Jahr am Standort Oyten mit dem Bau eines neuen viergeschossigen Bürogebäudes, eines fünften Hallenkomplexes sowie ausgedehnter Parkflächen für die Mitarbeiter und Kunden beginnen. Insgesamt sollen etwa zehn Millionen Euro investiert werden.

Ich habe mein Gespräch mit der geschäftsführenden Gesellschafterin und Tochter des Firmengründers, Kerstin Ihlenfeldt-Wulfes und Geschäftsführer René Hartwig genutzt, um auf die breit angelegte Förderung des Bundes zum Beispiel durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) hinzuweisen. Diese Förderung ist wegen der übersichtlichen Antragsanforderungen gerade für kleinere mittelständische Unternehmen gedacht, um bei Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte und Verfahren schnell und vergleichsweise unbürokratisch zu helfen. Gerade dieses Innovationsprogramm sollte von unseren Betrieben viel intensiver genutzt werden. Durch meinen direkten Draht ins Ministerium als Berichterstatter für das Wirtschaftsministerium im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages  habe ich schon so manchem Unternehmen schnell mit den richtigen Ansprechpartnern weiterhelfen können.

Seit der Gründung 1960 durch Hans-Ullrich Ihlenfeldt hat sich die Firma Doyma zu einem weltweit anerkannten Spezialisten für Rohrdurchführungen im privaten wie gewerblichen Bereich entwickelt. Das Besondere daran: Diese Produkte sind nicht nur selbstabdichtend gegen Gase und Feuchtigkeit sondern so konzipiert, dass sie auch bildungsneutral sicher und zuverlässig zu verbauen sind. Das habe ich selbst ausprobiert. Zudem gilt das Unternehmen Doyma als erste Adresse in Sachen Brandschutz.

Ich bedaure sehr, dass die Zulassungen neuer und vom Markt geforderter Entwicklungen in diesen Bereichen viel zu lange benötigen, bis sie die Freigabe durch das Deutsche Institut für Bautechnik erhalten. Das kann bis zu dreieinhalb Jahre dauern. Deshalb fordere ich eine bessere personelle Ausstattung des Prüfinstitutes und schnellere Verfahren zugunsten der gesamten Branche. Es kann doch nicht sein, dass Dänemark für eine solche Zulassung lediglich drei Monate braucht. Solche für Innovation und Wirtschaft unnötigen Hemmnisse müssen schnell aus dem Weg geräumt werden.

 

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