Bundesfamilienministerin besucht Kinderarche

Dr. Schröder lobt „Pionierarbeit“
Bundesfamilienministerin besuchte Kinderarche in Etelsen / Mattfeldt stellt Geld in Aussicht

ETELSEN .(mm)„Pionierarbeit“ leiste die Kinderarche in Etelsen und an den übrigen drei Standorten im Landkreis, bescheinigte gestern Nachmittag keine Geringere als Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder dem Verein. Bei ihrem Besuch der Einrichtung in der Grundschule Etelsen lobte die Christdemokratin die „qualifizierte Betreuung und Förderung“ von Kindern am Nachmittag, „so dass die Eltern in Ruhe arbeiten können“. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde in naher Zukunft d a s Thema sein, prognostizierte die Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Erst vorige Woche hatte sie von den Arbeitgebern in Deutschland flexiblere, familiengerechte Arbeitszeiten gefordert.

 

Etwas später als geplant war die 33-Jährige nach der Teilnahme am Staatsbegräbnis für Loki Schmidt in Hamburg am Nachmittag in Etelsen eingetroffen. In ihren gelben T-Shirts mit „Kinderarche“-Aufschrift und mit einem großen knallgelben Plakat hießen mehr als 20 Mädchen und Jungen das altersmäßig jüngste Mitglied der Bundesregierung, das Küken im Kabinett Merkel, „herzlich willkommen“. Natürlich waren auch Ute Nelle, die Vorsitzende des Vereins Kinderarche, nebst weiteren Betreuungskräften, Schulleiter Dieter Wasmund, Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt, führende CDU-Funktionsträger aus Gemeinde und Landkreis sowie nicht zuletzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (Langwedel) vor Ort. Mattfeldt habe ihr in Berlin die Kinderarche als „besonderes Konzept“ vorgestellt, berichtete Ministerin Schröder.

Insgesamt 110 Kinder an den Grundschulen Etelsen, Langwedel, Thedinghausen und Dörverden-Westen bekommen in der Arche von Montag bis Freitag nach Unterrichtsschluss eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenbetreuung, Spaß und Spiel, und neuerdings gibt es auch Förderstunden für leistungsschwache Schüler. „Ein Pool von 35 Ehrenamtlichen im Alter von 15 bis 75 Jahre“, steht Nelle dafür zur Verfügung. „Auch einige Männer sind ja darunter“, stellte die Familienministerin gestern erfreut fest. „Vor allem für Jungs sind die als Bezugsperson wichtig.“ Bezahlt wird das Ganze von den Eltern und Alleinerziehenden, „so wie sie das finanziell können“, merkte Nelle an, ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen. Wohlhabendere übernähmen zum Teil den Beitrag für Familien mit geringem Einkommen. Darüber hinaus steuern die Gemeinden Geld für die Arche bei – sowie das Land Niedersachsen. Diese Förderung in fünfstelliger Höhe läuft allerdings zum Jahresende aus.

Kann die Bundesfamilienministerin da weiterhelfen? „Wir bekommen das schon hin“, meinte Andreas Mattfeldt am Rande des Besuchs mit einem Augenzwinkern. „Ich sitze ja im Haushaltsausschuss des Bundestags.“


© 2009 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft
 

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