Der Mittelstand ist die Stärke Deutschlands

Ich habe mich mit regionalen Mitgliedern des Senats der Wirtschaft in der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag getroffen, um über Themen des Mittelstandes zu diskutieren. Der Senat der Wirtschaft vereinigt Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Kultur zum regelmäßigen Austausch. Der vertrauensvolle Dialog zwischen heimischen mittelständischen Unternehmen und der Bundespolitik ist mir als Unternehmer und Bundestagsabgeordneter sehr wichtig. Schließlich ist der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und die Stärke Deutschlands. Nach einer Führung durch Firmenchefin Anita Freitag-Meyer, bei der die Gäste alle Bereiche vom Wareneingang über die Produktentwicklung, die Keks- und Waffelherstellung bis zum fertigen Produkt kennen lernten, habe ich den Unternehmern gerne Rede und Antwort gestanden.

Dabei habe ich betont, dass ich mir mehr Unternehmer in der aktiven Politik wünschen würde. Gerade der deutsche Mittelstand ist oftmals familiengeführt und wird so geführt, dass auch die kommenden Generationen im Blick behalten werden. Dies würde ich mir auch für die heutige Ausgabenpolitik der Regierung wünschen. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen muss das Geld, das wir ausgeben wollen, erst einmal erarbeitet werden. Schließlich können auch wieder schlechtere Zeiten anbrechen. Im Sinne kommender Generationen dürfen wir keine Schulden machen und müssen verstärkt in Innovationen sowie in angewandte Forschung und Entwicklung investieren, um unsere Wirtschaft und Gesellschaft zukunftssicher zu machen.

Es ist erfreulich, dass wir in Deutschland mittlerweile fast 45 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben. Dies ist ein neuer Rekord. Aber wir müssen den Arbeitsmarkt insgesamt fit für die Zukunft machen. Der Markt für Fachkräfte ist in vielen Bereichen leergefegt. Darum brauchen wir dringend ein Fachkräftezuwanderungsgesetz. Nur so können offene Stellen in der Pflege oder im Handwerk besetzt werden.

In der nachfolgenden intensiven Diskussion habe ich als Mitglied des Haushaltsausschusses und Berichterstatter für das Bundeswirtschaftsministerium  den Unternehmern ans Herz gelegt, die Anforderungen der Digitalisierung an ihre Unternehmen nicht zu unterschätzen und für zukunftsweisende Entwicklungen ihrer Betriebe die Hilfen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundes in Anspruch zu nehmen.

Hintergrund:
Der Senat der Wirtschaft setzt sich aus Persönlichkeiten der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft besonders bewusst sind. Der Senat ist rein gemeinwohlorientiert und politisch unabhängig. Fairness und Partnerschaft im Wirtschaftsleben, soziale Kompetenz von Unternehmen und Führungskräften prägen nach eigenen Angaben die Arbeit des Senats.

Die Geschäftsführerin der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag GmbH & Co. KG, Anita Freitag-Meyer, ist Mitglied im Senat der Wirtschaft. Ihr Unternehmen hat 330 Mitarbeiter und produziert auf27.000 Quadratmetern Produktionsfläche täglich etwa 130 Tonnen Waffeln und Kekse. 35 Prozent der Produktion werden in 45 Länder exportiert. Etwa 65 Prozent der Produktion werden als Handelsmarken verkauft.

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