Deutliche Verbesserung bei Stade-Dollern-Landesbergen Stromleitung für den Landkreis Verden

Die Planungen für den Ersatzneubau der 220 Kilovolt Stromleitung Stade-Dollern-Landesbergen kommt in eine entscheidende Phase. Der Stromnetzbetreiber Tennet wird auf Informationsveranstaltungen die Antragstrassen der Öffentlichkeit vorstellen. Da diese Stromtrasse auch mitten durch den Landkreis Verden und oft über bebautem Gebiet verläuft, ist mit der Ertüchtigung auf 380 Kilovolt ein neuer Trassenverlauf notwendig geworden, da ansonsten Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Nach den neuen Planungen sollen rund 50 Prozent des Ersatz-Neubaus im bisherigen Korridor der alten Bestandsleitung gebaut werden. Insgesamt sollen 89 km der 150 km langen Stromleitung entlang schon existierender Leitungen gebaut und damit gebündelt werden. In der Umgebung von Ortschaften und Siedlungen haben die Planer neue Streckenführungen gefunden. Dies gilt besonders für den Landkreis Verden, wo der neue Verlauf sich mit einer bestehenden Trasse bündeln soll. Auch freue ich mich, dass die Planer meiner Empfehlung gefolgt sind und Ortschaften nach den neuen Planungen weitestgehend umgangen werden sollen. Gerade in unserer Region – vor allem im Bereich der Ortschaft Cluvenhagen und der Samtgemeinde Thedinghausen – sind viele Anwohner von der Stromleitung betroffen und wohnen im Innenbereich entlang der Trasse. Bisher lagen insgesamt 998 Gebäude im Innenbereich näher als 400 Meter an der gesamten Freileitung von Stade bis Landesbergen. Dies soll mit der Neuplanung auf nur noch 18 Gebäude reduziert werden. Weitere 202 Gebäude liegen im Außenbereich näher als 200 Meter an der bestehenden Stromleitung. Dies kann dank der neuen Planung auf nur noch 29 Gebäude reduziert werden.

Ertüchtigung

Des Weiteren möchte Tennet schon frühzeitig den Einsatz von Erdkabeln prüfen und hat dazu vier Prüfabschnitte identifiziert, von denen einer im Dreieck zwischen Langwedel, Blender und Verden liegt. Hier soll die bestehende Freileitung unter die Erde gelegt werden. Viele Gespräche waren notwendig, damit die Erdverkabelung bei der Leitung Stade-Dollern-Landesbergen überhaupt ins Gespräch kommt. Dank zahlreicher Kontakte mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, konnte die Leitung dann auch tatsächlich als Pilotprojekt in das Gesetz, das die Erdverkabelung regelt, mit aufgenommen werden. Nun kann dort, wo Mindestabstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden können, die Leitung unter die Erde verschwinden. Dies ist eine gute Nachricht für alle Betroffenen. Ein genereller Einsatz von Erdkabeln, wie bei der Gleichstromtrasse Suedlink, ist bei der Wechselstromtrasse Stade-Doller-Landesbergen aufgrund der Technik noch nicht möglich.

Der Infomarkt des Stromnetzbetreibers Tennet für den Bereich der Stromleitung, die den Landkreis Verden betrifft, findet am heutigen Dienstag, in der Zeit von 15:00 bis 20:00, im Rathaus der Gemeinde Sottrum statt.

Der Neubau der rund 40 Jahre alten Stromleitung ist nötig geworden, weil aufgrund der Energiewende die bestehende Leitung immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze stößt. Sie erfüllt für ganz Niedersachsen eine zentrale Versorgungsfunktion und dient als wichtige Transportleitung von Windstrom aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein in den mitteldeutschen Raum.

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