“Die Gesellschaft nicht überfordern”

Mattfeldt Mitinitiator des Briefs an Merkel

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt kritisiert bereits seit längerem die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Jetzt ist er einer derjenigen CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten, die einen Brief an die Kanzlerin geschrieben haben. „Wir dürfen unser Land und die Gesellschaft nicht überfordern und halten deswegen eine Änderung der  Zuwanderungspraxis durch die Rückkehr zur Anwendung des geltenden Rechts für dringend geboten“, sagt Mattfeldt zu dem Vorstoß.Bemerkenswert findet er die Reaktion des CDU-Bundesvorstands, der die Brief-Initiatoren aufgefordert hatte „die Klappe zu halten“.

Mattfeldt berichtet, dass die Bürger und CDU-Mitglieder in seinem Wahlkreis in eine ganz andere Richtung denken würden als die Spitze der CDU. „Diese Stimmung kann die Führung meiner Partei nicht ignorieren. Zumal nicht nur die Leute bei uns so denken, sondern in großen Teilen Deutschlands“, kommentiert Mattfeldt, der als Bundestagsabgeordneter und  Unternehmer viel in Deutschland unterwegs ist.

„Ich sehe es als meine Aufgabe als  Bundestagsabgeordneter an, alles in meiner Macht stehende zu tun, um endlich und vor allem schnell zu einer Kurskorrektur in der Flüchtlingsfrage zu kommen“, erklärt Andreas Mattfeldt. „Wir müssen reagieren. Die Stimmung in der Bevölkerung kippt und Straftaten wie in der Silvesternacht in Köln tragen nicht zur Beruhigung”.

Deshalb fordern die Unterzeichner eine Rückkehr zur Einhaltung geltenden Rechts. „Derzeit erleben wir eine Welle von illegaler Einreise nach Deutschland. Wir wissen nicht, wer sich bei uns wo aufhält. Deutschland ist zu einem rechtsfreien Raum geworden. Meine Kollegen und ich, die den Brief geschrieben haben, sind nicht länger bereit, diesen Zustand zu akzeptieren und fordern eine Kehrtwende“, sagt Andreas Mattfeldt. Der Abgeordnete weist darauf hin, dass er alleine eine Kurskorrektur nicht umsetzen könne. Deshalb suche er sich Verbündete innerhalb seiner Fraktion und hoffe, die Kanzlerin umstimmen zu können.

aus VAZ vom 22.01.2016

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