“Diffamierung des Handwerks”

Der Völkerser Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt zeigt sich unzufrieden mit den Ergebnissen der Gutachten-Auswertung zu den Erdbeben-Schäden: „Nachdem Schäden an immerhin 19 Häusern als durch die Erdgasförderung ausgelöste Erdbeben-Schäden anerkannt sind, verbleiben allerdings 68 Häuser, in denen zum Großteil Baumängel verantwortlich gemacht wurden für die Schäden“.

Er könne sich nicht vorstellen, dass „bei uns in der Region nur Pfuscher am Werk waren“. Das sei eine Diffamierung des örtlichen Handwerks. Im Gutachten zu seinem Haus sei ebenfalls die Rede von Baumängeln. „Ich wundere mich da schon ein wenig und werde auch rechtliche Schritte prüfen, damit die Geschädigten Recht bekommen“.

Erfreulich sei, dass die RWE Dea immerhin 33.000 Euro Entschädigungszahlungen leiste. Verwundert zeigte er sich darüber, dass die Entschädigungssumme geringer sein soll als die Kosten für die Gutachten. „Ich hätte erwartet, dass die RWE Dea das Geld in die Hand nimmt und sämtliche Schäden reguliert. Das wäre eine vergleichbar geringe Summe, wenn man sich ansieht, wie viel Geld die RWE Dea bei uns aus dem Boden zieht“, so Mattfeldt.

Er hätte es für sinnvoller gehalten, das Geld den Hausbesitzern, die Schäden an ihrem Eigentum haben, zur Schadensbeseitigung zur Verfügung zu stellen.

Er begrüße daher das Vorhaben der Bürgerinitiative No Fracking, sich mit ausgewiesenen Fachleuten, die einschlägige Erfahrungen bei Bergschäden haben, zu treffen.

aus Verdener Aller-Zeitung vom 23. Mai 2014

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