Ein Marktführer für den letzten Schliff


Das Foto zeigt von links: Unternehmer Rolf Witt, Andreas Mattfeldt und Werner Musfeld.

Bei meinem Besuch bei Schleiftechnik Witt in Schwanewede habe ich mir ein Bild von der Qualitätsfertigung und den Zukunftsplänen des aufstrebenden Unternehmens im Gewerbegebiet Neuenkirchen gemacht. Wenn Rolf Witt und seine 15 Mitarbeiter Hand an einen Gegenstand legen, dann ist Feinarbeit angesagt:  Feinarbeit, die in Deutschland stark nachgefragt ist, aber nur wenige Unternehmen beherrschen. Das Schwaneweder Unternehmen ist ein sogenannter „Hidden Champion“ – also ein relativ unbekanntes, kleines oder mittelständisches Unternehmen, das in seinem Segment Marktführer ist.

Es ist beeindruckend, wie dieses inhabergeführte und noch relativ junge Unternehmen mit termingerechter Präzision in allen Bereichen der Schleiftechnik wertvoller Partner weltweit operierender Unternehmen aus Luft- und Raumfahrt, Autoindustrie, Schiffbau und Kraftwerken geworden ist. Es geht dabei um filigrane Arbeiten im Mikrometer-Bereich an hochwertigsten Stahlwerkstoffen. Hier bekommen auch Teile für den Einsatz im Weltraum sprichwörtlich ihren letzten Schliff.

Ich finde es toll, wenn Menschen Unternehmergeist haben und den Mut, sich selbstständig zu machen. Mit dem nötigen Biss können das heute auch junge Menschen schaffen. Rolf Witt hat sich 2001 selbständig gemacht.  Die ersten wichtigen Werkstücke entstanden mit Hilfe von Werkzeugen befreundeter Unternehmen. Heute investiert er in eine moderne 14 Meter lange Schleifmaschine, um auch den künftigen hohen Anforderungen seiner Auftraggeber gerecht zu werden. Der Unternehmer sucht zudem nach Erweiterungsmöglichkeiten.

Dieses Vorzeigeunternehmen kann kaum die Anfragen bewältigen. Für eine Ausweitung der Produktion würde der Betrieb gerne Fachkräfte einstellen. Aber Spezialisten, die in der Lage sind, hochflexibel und innovativ auf ausgefallene Wünsche der Auftraggeber zu reagieren und diese filigrane Arbeiten auch unter Zeitdruck herzustellen, sind kaum zu finden. Vor allem in den Schulen müssen wir die MINT-Fächer – sprich die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – weiter stärken, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

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