Ein wichtiges Datum rückt näher

Der Countdown läuft.  Der Tag der Entscheidungen rückt näher. Am 11. September wird in Niedersachsen gewählt – ein Termin, der von großer Bedeutung ist und dessen Auswirkungen in den nächsten fünf Jahren in unseren Landkreisen und Gemeinden zu spüren sein werden.

In einigen Kommunen ist auch der hauptamtliche Bürgermeister neu zu wählen. Deshalb sollte jeder wahlberechtigte Bürger, der am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat, die Chancen einer  Mitbestimmung nutzen. Hier geht es schließlich um die Gestaltung und Entwicklung vor den eigenen Haustüren, um Planungsfragen, um eine verbesserte Infrastruktur, um die Existenz und Sicherung von Schulen und Kindergärten sowie um diverse Umweltbelange. Es sollte also im Interesse jedes Einzelnen liegen,  bei der Kommunalwahl  2011 seine Voten abzugeben.

Den verschiedenen Parteien und Gruppen, die sich diesem Bürgerentscheid stellen wollen, ist es in den vergangenen Wochen gelungen, ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen und die jeweiligen Listen zu erstellen. Das ist ausdrücklich zu begrüßen, denn nur so kann eine lebendige Demokratie auch weiterhin funktionieren. Diesem Personenkreis – gleich welcher Partei oder Gruppe –  ist für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken. Auf Grund meiner jahrelangen ganz persönlichen Erfahrungen, die ich im Gemeinderat Langwedel als aktives Mitglied und später als Bürgermeister sammeln konnte, weiß ich um die zusätzliche Belastung, die ein solches Amt mit sich bringt.

Die Bereitschaft für eine Kandidatur ist wahrlich nicht selbstverständlich. Neben Beruf und Familie gibt es für die Kommunalpolitiker das Mandat, das von den Inhabern den persönlichen Einsatz nach Feierabend verlangt. Zumindest dann, wenn man sich dem Wählerauftrag tatsächlich verpflichtet fühlt. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine lohnende Aufgabe, denn man kann sich aktiv und verantwortlich in die Entwicklung der eigenen Gemeinde oder des Landkreises einbringen. Selbst wenn die kommunalen Finanzen und damit auch die Gestaltungsmöglichkeiten zurzeit nicht gerade motivierend sind, so gibt es wichtige Entscheidungen zu treffen, die die Menschen vor Ort betreffen. Nicht zuletzt deshalb habe ich mich entschlossen, auch für den Verdener Kreistag zu kandidieren.

Den Bürgerinnen und Bürgern, die noch nicht wissen, ob sie denn nun am 11. September zur Wahl gehen sollen oder nicht, möchte ich die Aussage des deutschen Verfassungsrechtlers Prof. Georg Hermes in Erinnerung bringen. Der Wissenschaftler  kam in einem Interview bei dieser Frage zu dem Fazit: „Die aktuellen Ereignisse südlich des Mittelmeers zeigen, dass es ein hohes Gut für die Menschen ist, auf allen politischen Ebenen mitentscheiden zu können – über jene Vertreter, die auf Jahre wichtige Entscheidungen treffen, die uns alle tagtäglich angehen. Diesen politischen Einfluss sollte niemand leichtfertig den anderen überlassen und wählen gehen.“  Dem kann ich nur zustimmen:  Hier haben die Menschen ein verbrieftes Recht, das sie durchaus auch als eine staatsbürgerliche Pflicht verstehen sollten. Und: Wer heute auf eine aktive Mitwirkung verzichtet, der sollte sich morgen auch mit persönlicher Kritik zurückhalten.

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