Energie – auch wenn die Sonne mal nicht scheint

Foto Elektro Blome

Wer erfolgreich ist, braucht viel Energie. Wer weiß das nicht besser, als ein viel geforderter Haushälter im Deutschen Bundestag wie ich. Als Berichterstatter für das Wirtschaftsministerium fallen auch die Energiewirtschaft und die Förderung neuer Technologien in meinen Zuständigkeitsbereich. Die meisten der am Markt erfolgreichen Ideen kommen aus mittelständischen Unternehmen. Entsprechend groß ist mein Interesse für aufstrebende Betriebe aus dem Mittelstand – insbesondere in meinem Wahlkreis Osterholz-Verden.

Wer sich die Zahlen genau ansieht, stellt schnell fest, dass die größte Innovationskraft bei den Betrieben des Handwerks und des Mittelstandes mit ihren schlanken Entscheidungswegen zu finden ist. In diesem Bereich ist auch das Osterholz-Scharmbecker Unternehmen Blome Elektrik unterwegs, das ich besucht habe. Im Gespräch mit den beiden Geschäftsführern, Jürgen Blome und Eike Behrens, habe ich erfahren, in welcher enormen Bandbreite die 18 Mitarbeiter des Betriebes täglich für die Kunden im Einsatz sind. Da werden neben umfangreichem Vor-Ort-Service für Privat- wie Geschäftskunden Schaltschränke für Flurfördersysteme von Logistik-Unternehmen im ganzen Bundesgebiet ebenso geplant, umgesetzt, eingebaut und betreut, wie Komplettlösungen für Photovoltaik auf privaten wie gewerblichen Gebäuden. Gerade dort habe die Firma Blome im heimischen Markt ein Alleinstellungsmerkmal, berichteten mir die Unternehmer stolz.

Ganz stark im Kommen sind derzeit Projekte mit umfangreichen Stromspeicherlösungen, habe mir Blome und Behrens erläutert. Die Speicher seien deutlich besser, größer und im Verhältnis günstiger geworden. Der Vorteil: Es gibt Energie aus dem Speicher – wenn die Sonne mal nicht scheint. Auch hierfür hatten die Macher von Blome-Elektrik eigene Beispiele zur Hand. Zwei Großviehställe mit 400 und 1000 Kühen haben sie mit solchen dynamischen Lösungen ausgerüstet – inklusive Wohlfühlbeleuchtung für die Wiederkäuer. Das steigere die Gesundheit der Tiere und den Milchertrag. Insgesamt, da bin ich mir mit Eike Behrens einig, ist die Photovoltaik ein positives Geschäft: Wenn Du erneuerbare Energie verkaufst, dann hast Du immer ein gutes Gefühl.

in unserem Gespräch habe ich den Osterholzer Unternehmern auch erläutert, weshalb die Bundesregierung die Förderung alternativer Energien zurückfahren musste. Wir hatten eine Überförderung insbesondere im Bereich der Windenergie. Das drohte, sich zu Lasten der Verbraucher auszuwirken. Deshalb mussten wir das ändern. Nun ist die Förderkulisse entsprechend angepasst worden. Was mich dabei freut: Die Investition in alternative Energien lohnt noch immer.

Insgesamt setze ich mich dafür ein, schon heute die Weichen für die geplante Energiewende richtig zu stellen. Wenn wir zum Beispiel das Zehnfache an E-Mobilität haben wollen, dann brauchen wir auch das Zehnfache an Ladestationen. Sonst wird das nichts.

Bei meinem Besuch habe ich ausdrücklich das enorme Engagement des Handwerks in Sachen Ausbildung gelobt. Es wird in der Öffentlichkeit vielfach verkannt, dass es Handwerk und Mittelstand sind, die den größten Teil der Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Gleichzeitig habe ich davor gewarnt, den Prozess der Digitalisierung der Arbeitsprozesse zu unterschätzen. Das ist keine Spielerei. Wir können die Dimensionen, die das erreichen wird, noch gar nicht richtig abschätzen. Deshalb ist es unternehmerisch von großer Bedeutung, sich rechtzeitig auf diese Entwicklung einzustellen.

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