Entlastung für die Anwohner

Tennet plant neue Stromleitung

Landkreis Verden. Neben der Planung der Suedlink-Stromtrasse treibt der Netzbetreiber Tennet auch den Neubau der rund 40 Jahre alten Stromleitung von Stade nach Landesbergen voran, die ebenfalls durch die Landkreise Verden und Rotenburg führt, sowie die Ertüchtigung auf 380 Kilovolt. Der Neubau sei nötig geworden, weil aufgrund der Energiewende die bestehende Leitung immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze stößt. Sie erfülle für ganz Niedersachsen eine zentrale Versorgungsfunktion und diene als wichtige Transportleitung von Windstrom aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein in den mitteldeutschen Raum. Bei der Planung zeichnen sich nach Angaben des Netzbetreibers Tennet „erhebliche Entlastungen“ ab. Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung sagte: „Es ist entscheidend, die Netze fit zu machen für die Energiewende. Dafür leistet das Netzausbauprojekt Stade – Landesbergen einen wichtigen Beitrag.“ Durch die Neuplanung sei es gelungen, erhebliche Entlastungen für die Anwohner entlang der 220-kV-Bestandsleitung zu erzielen.

Rund 50 Prozent des Ersatz-Neubaus werden gemäß der aktuellen Planung im bisherigen Korridor der 220-kV-Bestandsleitung erfolgen. In der Umgebung von Ortschaften und Siedlungen hätten die Planer neue Streckenführungen gefunden, um die Abstände zu den Wohnbereichen zu vergrößern, teilt Tennet mit. Zukünftig werde ein noch größerer Anteil der Leitung (89 Kilometer), entlang – und somit in Bündelung – mit schon existierenden Stromleitungen verlaufen.

Entlang der rund 150 Kilometer langen Strecke lagen bisher 998 Gebäude des Innenbereichs näher als 400 Meter an der Freileitung. Das werde mit der Neuplanung auf noch 18 Gebäude reduziert, was einer Verbesserung um 98 Prozent entspreche. Hätten bisher weitere 202 Gebäude im Außenbereich näher als 200 Meter an der bestehenden 220-kV-Freileitung gelegen, so werde dies zukünftig auf nur noch 29 Gebäude reduziert, was eine Verbesserung um 86 Prozent ergebe. Nach Angaben des örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt möchte Tennet frühzeitig den Einsatz von Erdkabeln prüfen und hat vier Prüfabschnitte identifiziert, von denen einer im Dreieck Langwedel, Blender und Verden liegt. Hier soll die bestehende Freileitung unter die Erde gelegt werden.

aus Verdener Nachrichten vom 24.01.2017

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