Erdkabelgesetz: Wichtige Entscheidung für unsere Region

mattfeldt 01Das Bundeskabinett hat jetzt grünes Licht für mehr Erdkabel gegeben. Das bedeutet für die Stromtrasse SuedLink, dass vollkommen neu geplant werden muss – hier sind die Vorzeichen komplett umgedreht worden: Während bisher der Freileitungsbau die Regel war, muss jetzt die Trasse mit Erdkabelbau geplant werden. Diesen Erdkabelvorrang habe ich nicht nur von den Kommunalpolitikern, sondern auch von vielen Bürgern immer wieder gehört und in Berlin eingebracht. Erfreulich, dass diese Forderung nun von der Bundesregierung aufgegriffen wurde.

Aber nicht nur für SuedLink wurden im Kabinett wegweisende Entscheidungen getroffen. Vor allem gab es gute Nachrichten auch im Bereich der Ertüchtigung der bereits bestehenden Stromleitung, die von Stade über Dollern nach Landesbergen führt. Diese Leitung geht mitten durch den Landkreis Verden und da die bestehende Leitung oft über bebautem Gebiet verläuft, ist mit der Ertüchtigung ein neuer Trassenverlauf notwendig geworden. Unsere Region ist allerdings so dicht besiedelt, dass an einigen Stellen in der Gemeinde Langwedel die Mindestabstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden können. In diesem Fall ist es nach meinem Dafürhalten zwingend erforderlich, dass eine Erdverkabelung hier möglich sein muss. Dafür habe ich schon lange gekämpft und habe mit zahlreichen Briefen und in vielen Gesprächen mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, dafür geworben. Ein erster Schritt ist nun mit dem Kabinettsbeschluss gemacht worden, denn dieser sieht vor, dass bei dieser Wechselstromleitung, die von Stade nach Landesbergen führt, ausnahmsweise eine Erdverkabelung vorgenommen werden kann. Das ist eine sehr gute Nachricht für alle Betroffenen in Langwedel.

Ein genereller Erdkabelvorrang wie bei der Gleichstromleitung SuedLink ist bei Drehstromleitungen wie der Stromleitung Stade-Dollern-Landesbergen nicht möglich. Der Einsatz von Erdverkabelung im Wechselstrombereich ist technisch noch nicht so ausgereift wie bei Gleichstromleitungen. Deshalb sind aus Gründen der Netzstabilität im Drehstrombereich bisher lediglich einzelne Ausnahmen vorgesehen. Für unsere Region ist nicht nur der Erdkabelvorrang bei SuedLink, sondern auch die Aufnahme der Leitung Stade-Dollern-Landesbergen in die Liste der Ausnahmen für Erdverkabelung eine wichtige Entscheidung.

Beide vom Kabinett beschlossenen Regelungen müssen nun noch den Bundestag passieren. Voraussichtlich im November soll das Parlament darüber abschließend entscheiden.

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