Erfolgsmodell Ferien auf dem Bauernhof: Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande e.V. informiert sich bei mir über Fördermöglichkeiten des BMWi

Am Mittwoch habe ich mich in meinem Berliner Büro zum Thema ländlicher Tourismus mit Vertretern der in Verden ansässigen Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande e.V. Niedersachsen und des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zusammengesetzt. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Martina Warnken und Geschäftsführerin Vivien Ortmann waren auf meine Einladung nach Berlin gekommen, um die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft vorzustellen und Fördermöglichkeiten für neue Ideen und Projekte zu eruieren. Vor allem die Bereiche E-Mobilität und digitale Wettbewerbsfähigkeit bergen nach Ansicht der beiden Fachfrauen sowohl Potential als auch Handlungsbedarf. Auch im Bundeswirtschaftsministerium sind diese Themen bereits auf der Agenda, so dass sich im Laufe des Gesprächs mehr als eine potentielle Möglichkeit der Förderung und Vernetzung ergab. Am Ende war die Stimmung zuversichtlich. Ich denke, dass die Chancen auf eine Förderung durch den Bund hier nicht schlecht stehen könnten. Der erste Schritt ist getan. Nun gilt es, konkrete Ideen zu formulieren und ein Projekt auszuarbeiten, mit dem sich die AG beim Bundeswirtschaftsministerium um eine Förderung bewerben kann.

Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit sind wichtige Elemente eines zunehmend an Nachfrage gewinnenden Reisens im eigenen Land. Ein erweitertes Angebot an E-Bikes oder auch der Ausbau eines flächendeckenden Netzes von Ladestationen für Elektroautos in den Dörfern sowie auch auf Ferienhöfen und in Hofcafés würden die Region für aktive und umwelt- und klimabewusste Reisende noch attraktiver machen. Hier liegt viel Potential, das genutzt werden sollte. Besonders hinderlich wirkt sich dagegen leider der noch immer nur schleppend vorangehende Breitbandausbau auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Übernachtungsbetriebe aus. Schnelles Internet ist für fast alle Besucher auch im Urlaub mittlerweile ein Muss und führt nicht selten dazu, dass Gäste ihre Buchungsentscheidung am Ende vom WLAN abhängig machen, weiß Martina Warnken aus eigener Erfahrung. Hier müssen wir schnellstmöglich aufholen, damit unsere Familienbetriebe hier nicht abgehängt werden. Außerdem ist das Internet mittlerweile nicht nur während des Urlaubs unverzichtbar geworden, sondern auch schon zur Buchung. Viele Familienbetriebe sind darauf aber noch nicht ausreichend eingestellt und demzufolge auf den einschlägigen Buchungsportalen nicht zu finden. Diese Lücke müssen wir füllen, indem wir kleine und mittelständische Betriebe im Bereich Online-Marketing und Buchung schulen und noch besser fördern.

Obwohl Tourismusförderung in erster Linie Sache der Länder ist, fördert auch der Bund ausgewählte Modellprojekte und die Vernetzung von beteiligten Behörden, Tourismusverbänden, Betrieben und Vereinen. Ziel ist es, Dörfer und Regionen noch stärker einzubinden und Potentiale vor Ort insgesamt besser nutzbar zu machen. Binnentourismus ist ein zentraler Faktor, um den ländlichen Raum insgesamt zu stärken und einem vielerorts zu beobachtenden Dorfsterben entgegen zu wirken. Das Thema Tourismus im ländlichen Raum birgt viel wirtschaftliches Potential und liegt auch mir persönlich sehr am Herzen. Zum einen, da damit Arbeitsplätze geschaffen und in lokale Infrastruktur investiert wird, und zum anderen, da ich selbst viel in Deutschland unterwegs bin und die hohen Standards familiengeführter Unterkünfte im ländlichen Raum sehr schätze. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland ist Niedersachsen damit bereits sehr erfolgreich. Mit 340.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist Tourismus hier bereits jetzt sowohl größter Arbeitsgeber als auch wichtiger Imageträger.

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