Erhöhte Krebsrate im Gasgebiet

Landkreise Verden·Rotenburg (wei). Im Erdgasfördergebiet im Landkreis Rotenburg sind die Männer von einer erhöhten Krebsrate betroffen. Das bestätigte die Kreisverwaltung. Demnach hat das epidemiologische Krebsregister Niedersachsen die Krebsmeldungen der Jahre 2003 bis 2012 untersucht und dabei festgestellt, dass bei Männern eine auffällige Häufung für Leu-kämie und Lymphome vorliegt. Statt der für den Zeitraum zu erwartenden 21 Fälle seien in dem Erdgasfördergebiet in der Samtgemeinde Bothel 41 Fälle registriert worden, hieß es. Zu den Ursachen könne noch nichts gesagt werden, meinte Landrat Hermann Luttmann (CDU). Experten müssten die Daten analysieren.

Wie berichtet, hatte das Landesbergamt im Juli erhöhte Quecksilberwerte in Bothel bestätigt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt aus Langwedel sagte gestern, er hoffe, dass die erhöhten Krebsraten im Landkreis Rotenburg bei Männern in keinem Zusammenhang mit der dort praktizierten Erdgasförderung stünden. Er mahnte an, in den Erdgasgebieten im Kreis Verden wachsam zu sein. Mattfeldt hat Landrat Peter Bohlmann (SPD) gebeten, ihm kurzfristig Auskunft über die Krebsraten im Landkreis Verden zu erteilen.

Bereits vor zwei Jahren hatte Mattfeldt mit dem Landkreis über das Thema gesprochen. Seinerzeit hieß es, dass es im Landkreis Verden keine signifikanten Erhöhungen der Krebsrate im Erdgasfördergebiet gebe. „Die Bürger brauchen Klarheit. Deshalb müssen die Daten überprüft werden“, fordert Mattfeldt jedoch. Er habe das Thema in Kreistags- sowie Ausschusssitzungen immer wieder angesprochen.

aus Verdener-Nachrichten vom 13.09.2014

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