Erneut Leck bei Erdölförderung

Gifhorn·Cloppenburg (het). Bei der Erdölförderung in Niedersachsen ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen: Auf einem Förderplatz der ExxonMobil in Eldingen (Landkreis Gifhorn) sind nach Angaben des Landesbergamtes „vermutlich mehrere Hundert Kubikmeter“ Lagerstättenwasser ausgetreten. Es habe sich allerdings um bereits aufbereitetes Lagerstättenwasser gehandelt, mit nur noch geringen Rückständen von Benzol und Quecksilber, sagte ein Sprecher. Die Ursache und das genaue Ausmaß des Schadens sind bislang unklar. Das Bergamt, der Landkreis Gifhorn und die Staatsanwaltschaft Hildesheim haben Ermittlungen aufgenommen.

Das stark mit Schadstoffen belastete Lagerstättenwasser wird bei der Erdöl- und Erdgasförderung mit an die Oberfläche gefördert – und anschließend zurück in den Erdboden gepresst. Weil es dabei immer wieder zu Leckagen kommt, durch die Grundwasser und Erdreich verseucht werden, wächst die Kritik an dieser Art der Entsorgung. Die Energiekonzerne sind jetzt offenbar bereit, dass Lagerstättenwasser vor der Entsorgung in den Boden zumindest von den meisten Schadstoffen zu reinigen. Das habe der Präsident des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG), der ExxonMobil-Europa-Chef Gernot Kalkoffen, ihm am Donnerstag in einem Gespräch angedeutet, berichtete gestern der Langwedeler CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt.

Im Raum Cloppenburg hat am frühen Freitag erneut die Erde gebebt. Das Beben hatte nach Angaben des Landesbergamtes eine Stärke von 3,1, das Epizentrum lang in der Nähe des Erdgasfeldes Goldenstedt/Visbek. Ein Zusammenhang mit der Erdgasförderung sei wahrscheinlich. Über Schäden ist bislang nichts bekannt. Zuletzt hatte die Erde hier am 2. September gebebt.

aus Weser Kurier und Verdener Nachrichten vom 20.12.2014

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