Ertüchtigung der bestehenden Stromtrasse im Landkreis

mattfeldt 20Der Stromnetzbauer TenneT plant im Landkreis Verden nicht nur Teile der Stromtrasse SuedLink, sondern muss auch die Stromtrasse Stade-Dollern-Landesbergen, die durch den Landkreis führt, erneuern und ertüchtigen. Deshalb habe ich mich in der vergangenen Woche mit Landrat Peter Bohlmann getroffen, um hierüber zu beraten.

Die bisherige Trassenführung kann nicht ertüchtigt werden, da sie teilweise über bebautem Gebiet verläuft. Dort wo sie über bebautes Gebiet führt, muss sie geändert werden. Zurzeit wird beraten, auf welchen Freiflächen Alternativtrassen zu finden sind. Dies ist im Bereich zwischen Baden und Etelsen aber auch zwischen Daverden und Cluvenhagen möglich.

In einigen Bereichen können die Mindestabstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden, da unsere Region mittlerweile dicht besiedelt ist. Für diese Bereiche brauchen wir die Möglichkeit zur Erdverkabelung. Hierin bin ich mir mit Landrat Bohlmann einig.

Zurzeit sieht die gesetzliche Lage vor, dass Erdverkabelung bei Wechselstromleitungen (anders als bei Gleichstromleitungen wie SuedLink) technisch noch nicht ausgereift und deshalb nur für vier Pilotprojekte zugelassen ist. Ich strebe allerdings dennoch eine Ausnahmeregelung an, die auch in solchen Fällen wie diesem bei uns im Landkreis Verden, in denen die ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden können, Erdverkabelung zugelassen werden. Diese Ausnahmen müssen sehr eng begrenzt werden, um weiterhin eine Stabilität für die Stromnetze, die in unser aller Interesse ist, garantieren zu können. In Fällen wie unserem muss eine Ausnahme möglich sein, da die Mindestabstände zur Wohnbebauung nach meinem Dafürhalten eingehalten werden sollten. Deshalb habe ich mich auch bereits an den Bundeswirtschaftsminister gewandt und bei ihm für diese Ausnahmen geworben.

Wenn es gelingt, die Bereiche, in denen das der Fall ist, mit Erdkabel versehen zu können, halte ich die neue Trassenführung für eine Verbesserung. Dann führt die Stromleitung nur noch über unbebautes Gebiet und nicht mehr wie bisher über Wohnhäuser – das entlastet einige Bürger, die bisher unter der Stromleitung leben.

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