Für Europa bricht ein neues Zeitalter an

Andreas Mattfeldt 2Antonianna, Lisa, Kimberley und Tijmen haben bei mir gleich in mehrfacher Hinsicht für Begeisterung gesorgt. Diese Namen bezeichnen die vier europäischen Galileo-Satelliten, die vor wenigen Tagen vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guyana in Südamerika) erfolgreich ins All geschossen und danach sicher auf ihre Positionen gebracht worden sind.

Mich freut besonders, dass das erstmals mit einer speziell angepassten Version der europäischen Rakete Ariane 5  geschehen ist. Das ist für mich als Haushälter im Bundestag neben dem Erfolg ein weiteres Stück Unabhängigkeit der europäischen Raumfahrt. Bisher waren wir auf amerikanische oder russische Raketen angewiesen, wenn wir mehrere Satelliten gleichzeitig im All positionieren wollten. Jetzt können wir das auch selber. Ich bin als Haushaltsberichterstatter für das Wirtschaftsministerium unter anderem für den Bereich Luft- und Raumfahrt zuständig. Damit kommen wir einem wichtigen Ziel unserer Förderung ein großes Stück näher.

Die vier Satelliten sind Teil eines Milliarden-Euro-schweren Raumfahrtprogramms, mit dem Europa ein eigenes modernes Navigationssystem aufbaut. Bis zum Jahr 2020 sollen 30 Satelliten – die in der High-Tech-Schmiede OHB in Bremen gebaut und künftig mit der von Airbus Defense and Space gefertigten Ariane-Rakete ins All geschossen werden –  die Erde umkreisen: 24 in Funktion und sechs als Reserve.

Wichtig ist mir die Tatsache, dass wir bereits vom nächsten Monat an mit den jetzt im All vorhandenen 18 Satelliten erste Galileo-Dienste nutzen können. Damit bricht für Europa ein neues Zeitalter an. Das seit Jahren vom Bund geförderte Großprojekt für Wissenschaft und Industrie soll den Bürgern ermöglichen, genauer als jemals zuvor mit Navigationssystemen ihre Position zu bestimmen.  Zudem soll von Beginn an unter anderem auch ein neues Such- und Rettungssystem nutzbar sein. Bisher sind die europäischen Nutzer auf das bekannte aber in die Jahre gekommene amerikanische GPS-System angewiesen.

Ich bin sehr angetan vom Erfolg der beteiligten Firmen und natürlich besonders davon, dass der Schwerpunkt der Produktion im Großraum Bremen angesiedelt ist. Viele Menschen aus meinem Wahlkreis arbeiten mit an diesem Erfolg für uns alle.  Als Haushälter habe ich aber noch einen anderen wichtigen Punkt im Blick. Jeder Schritt, der uns in Zukunft unabhängig von anderen Weltraumnationen macht, ist existenziell für unsere Hochtechnologie-Branche. Das sichert Arbeitskräfte und vor allem auch Knowhow. Ich bin überzeugt, dass die Fördermittel des Bundes in diesem Bereich gut und effizient angelegt sind.

x

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Cookie-Richtlinien.

Einverstanden Ablehnen Datenschutz-Einstellungen