Geldsegen für Telescopium Lilienthal

Geldsegen für Telescopium Lilienthal

Das Telescopium Lilienthal erhält 111.472 Euro Förderung für das Projekt „Raumfahrt und Astronomie: Wissenschaftliche Forschung und Ausbildung für Studenten und Schüler am Telescopium Lilienthal“. Die Fördergelder stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln zur Verfügung, das wiederum aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanziert wird.

 

Mit der Etablierung des neuen Konzepts, wissenschaftliche Projekte und Ausbildungsmaterialien für Studenten und Schüler zu schaffen, wird das bestehende Angebot attraktiv ergänzt. Das sichert sowohl das astronomische Erbe Lilienthals wie auch die Begeisterung für die Raumfahrt, die ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt in unserer Region hat. Umso mehr freut es mich, dass auch ich meinen Beitrag als zuständiger Haushälter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages leisten, und in meinen zahlreichen Gesprächen mit DLR-Vorstand Dr. Walther Pelzer sowie mit Telescopium-Geschäftsführer Harald Rossol und Klaus-Dieter Uhden behilflich sein konnte.

 

Lilienthal beherbergte um 1800 die mitunter besten Teleskope der damaligen Zeit und wurde zum Gründungsort der weltweit ersten Astronomischen Gesellschaft, in der Wissenschaftler von 24 europäischen Sternwarten gemeinsam das Firmament nach Planeten durchmusterten. Diese erste wissenschaftliche Einrichtung von europäischem Format ist 1813 einem Feuer im Zuge der Napoleonischen Kriege zum Opfer gefallen, in dessen Folge nahezu das gesamte wissenschaftliche Erbe ihres Gründers, Johann Hieronymus Schroeter, vernichtet wurde. Die detailgetreue Rekonstruktion des Telescopiums erfolgte 2015 durch ausschließlich privates Engagement von Lilienthaler Bürgern und Spenden aus dem Umland.