Infrastrukturausbau und Wohnungsknappheit auf der bauwirtschaftlichen Agenda

Matthäi1Geballte CDU-Power bei der Firmengruppe Matthäi: Gemeinsam mit mir suchten der CDU-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag Björn Thümler, der Landtagsabgeordnete Adrian Mohr sowie Jens Richter, Mitglied des Stadtrats Verden, das Gespräch mit den beiden Matthäi-Geschäftsführern Andreas Höttler und Bernd Afflerbach. Das Unternehmen der Baubranche mit Hauptsitz in Verden hat insgesamt mehr als 1.800 Mitarbeiter und 30 Niederlassungen, vor allem in den östlichen Bundesländern und in Norddeutschland.

Ausbau und Sanierung der deutschen Infrastruktur war Schwerpunktthema. in dem Gespräch forderte ich erhebliche Investitionen in die drei Infrastrukturwege Straße, Schiene und Wasser in den kommenden vier Jahren. Eine ausgebaute Infrastruktur ist Grundlage der wirtschaftlich hervorragenden Situation unseres Landes. Daher sollten in den kommenden Haushalt 25 Milliarden Euro für Baumaßnahmen eingeplant werden. Das sage ich auch als Mitglied des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestages.  Über die notwendigen Kapazitäten, um diese Milliarden zu verbauen, verfügt die deutsche Bauwirtschaft laut Andreas Höttler und Bernd Afflerbach.

Matthäi-Chef Höttler stellte fest, dass notwendige Sanierungen oftmals auf die lange Bank geschoben werden. Diese Verzögerungen trieben die Kosten der Maßnahmen allerdings enorm in die Höhe. Dabei sind 10 Prozent der bundesdeutschen Brücken baufällig – durch eine Zunahme der Verkehrsdichte, das Gewicht der LKW und den verarbeiteten Werkstoff Beton. Dieser hat eine Lebensdauer von lediglich 40 bis 50 Jahren, was Sanierungen unumgänglich macht. Björn Thümler verwies in dem Gespräch darauf, dass es für niedersächsische Landesstraßen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld gab als in den Jahren zuvor. Die neue Landesregierung plant jetzt allerdings eine Verschärfung des Landesvergabegesetzes, welches die Vergabe öffentlicher Aufträge regelt. Dieses Vorhaben wird seitens der Bauwirtschaft scharf kritisiert.

Auch die vertragliche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privatrechtlich organisierten Unternehmen, das sogenannte Public Private Partnership (PPP), stand auf der Agenda. Großprojekte dieser Art sind mit hohen Vorfinanzierungskosten verbunden. Kleine und mittelgroße Unternehmen haben selten die Möglichkeit, die benötigten Summen mithilfe ihrer Hausbanken zu finanzieren. Im Gegensatz zu großen Konzernen mit eigenem Justitiariat ist auch die Vertragsgestaltung für kleinere Firmen eine schwierige Aufgabe. Um mittelständischen Unternehmen wie Matthäi die Teilnahme an Projekten des PPP zu ermöglichen, müsste die Vergabepraxis überarbeitet werden. „Die Messlatte liegt bereits in der Bewerbungsphase solcher Projekte für Mittelstandsbetriebe extrem hoch“, fasst Bernd Afflerbach die aktuelle Situation zusammen.

Mit Blick auf zunehmende Wohnungsknappheit in großen Metropolen der Welt, hat Matthäi der CDU-Delegation außerdem ein neues Geschäftsfeld vorgestellt: Schwimmende Häuser, sogenannte „Floating Homes“. In Hamburg  können diese Häuser, die Matthäi in Deutschland anfertigt, schon im Original angesehen werden. Die Preise der exklusiven Häuser beginnen ab 500.000 Euro. Geschäftsführer Andreas Höttler hofft mit den Floating Homes langfristig einen auch international erfolgreichen Geschäftszweig zu erschließen. Anfragen gab es bisher auch aus England und  aus Kanada: „Made in Germany steht dort hoch im Kurs“, so Höttler. Das Interesse auch aus Übersee sei da, die Frage eines rentablen Transports allerdings noch zu klären. Ich bin begeistert von den Neuentwicklungen aus dem Hause Matthäi – ein sehr gutes Beispiel für Unternehmertum am Puls der Zeit.

 

Foto: Andreas Mattfeldt MdB, Andreas Höttler, Björn Thümler MdL, Bernd Afflerbach, Jens Richter, Andreas Mohr MdL (von links nach rechts)

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