Internetversorgung

In der Samtgemeinde lahmt das Internet

Geschwindigkeiten unter 16 Mbit/s sind keine Seltenheit – Versorgung in Riede auf Bürgerversammlung thematisiert

Thedinghausen/Riede. Die Samtgemeinde Thedinghausen gehört zu den Schlusslichtern im Kreis Verden, wenn es um die Versorgung mit schnellem Internet geht. Wie aus der nun veröffentlichten Markterkundung des Landkreises Verden hervorgeht, sind Geschwindigkeiten unter 16 Mbit/s keine Seltenheit in der Samtgemeinde. In Riede-Felde kann manch ein Internetnutzer aber selbst von solchen Geschwindigkeiten nur träumen, das wurde auf einer Bürgerversammlung deutlich, zu der Wilfried Wessel und Ilse Lange eingeladen hatten. Beide setzen sich für eine bessere Versorgung in Riede-Felde ein. Dort nämlich, berichteten die beiden Initiatoren der Bürgerversammlung, müssten einige Haushalte mit Geschwindigkeiten von weniger als 2 Mbit/s leben.

Der Einladung waren rund 30 Gäste gefolgt. Neben Riedes Bürgermeister Jürgen Winkelmann (SPD) wohnten auch die SPD-Landtagskandidatin Dörte Liebetruth, Ralph Landwehr (CDU) aus dem Samtgemeinderat und Joachim Otten, der für die CDU im Samtgemeinderat und Kreistag sitzt, der Veranstaltung bei. Von der Samtgemeindeverwaltung konnte Wirtschaftsförderer Frank Bielefeld begrüßt werden.

Dieser berichtete davon, dass durch das Markterkundungsverfahren nun bekannt sei, wo im Landkreis die unterversorgten Gebiete (weniger als 16 Mbit/s) liegen. Nun soll für diese Gebiete durch den Landkreis ein Interessenbekundungsverfahren gestartet werden. Hierbei geben die Telekommunikationsunternehmen an, zu welchen Preisen sie welches Gebiet mit welcher Technik ausbauen wollen, sodass die Bürger die Mindestversorgung von 16 Mbit/s erhalten, hieß es auf der Veranstaltung. Betont wurde, dass im Jahr 2017 alle unterversorgten Gebiete mit ins Interessenbekundungsverfahren kommen und nicht vorher aussortiert werden.

Ralph Landwehr, der sich in der CDU-Fraktion des Samtgemeinderates um das Thema Breitband kümmert, und Bürgermeister Jürgen Winkelmann sagten zu, dass sie sich gemeinsam mit der Verwaltung die Ergebnisse des Markterkundsverfahrens für den Bereich der Samtgemeinde anschauen würden. Damit solle verhindert werden, dass falsche Angaben zu vorhandenen Breitbandgeschwindigkeiten zu falschen Entscheidungen verleiten, betonten Ilse Lange und Wilfried Wessel.

Schon im Februar 2017, berichteten die Initiatoren der Bürgerversammlung, sei darauf hingewiesen worden, dass es im Bereich Auf der Heide, Okeler Damm und im vorderen Heiligenbruch Haushalte mit einer Breitbandversorgung von weniger als 6 Mbit/s gebe, für die aber trotzdem kein Förderantrag gestellt wurde. Dies wolle man nun verhindern.

Neben den Initiatoren aus Riede-Felde macht sich auch die CDU-Fraktion in der Samtgemeinde für ein schnelleres Internet stark. Sie lädt nun ebenfalls zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der alle Bürger der Samtgemeinde willkommen sind. Treffpunkt ist am Montag, 3. Juli, ab 18 Uhr im Restaurant Romance am Erbhof.

Ein schneller Internetanschluss darf nicht nur den Städten und Ballungsgebieten vorbehalten sein, schreiben die Christdemokraten in einer Mitteilung. „Er wird immer mehr zu einem wichtigen Faktor bei der Wahl des Wohnortes und für Gewerbeansiedlungen und ist damit wichtig, um die Existenz unserer ländlichen Kommunen langfristig zu sichern”, sagt Thomas Metz, Bürgermeister der Gemeinde Thedinghausen und Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes.

„Auf der Veranstaltung zeigen wir auf, wie wir die Situation in den nächsten Jahren deutlich verbessern wollen“, verrät Ralph Landwehr. Die Firma Bungalski stellt dar, wie sie den Ausbau vorantreibt. Auch der hiesige Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU) wird erwartet.

aus Verdener NAchrichten vom 30.06.17

 

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