Jugend- und Fachkräfteaustausch mit Marokko ist ein Gewinn für alle

Hochkarätig besetzt war eine Diskussionsrunde im Osterholz-Scharmbecker Rathaus, die sich mit den Möglichkeiten des Jugend- und Fachkräfteaustauschs zwischen Deutschland und Marokko anhand von Beispielen aus dem Bereich der Kreisstadt befasste. Dabei habe ich die Stadtverwaltung, die beteiligten Institutionen und auch die Einzelakteure ermutigt, den eingeschlagenen Weg engagiert fortzusetzen: Gerade wenn es um diejenigen afrikanischen Staaten am Rande des Mittelmeeres geht, die sich um Demokratie und Sicherheit bemühen, sollten wir dazu beitragen und unsere Chancen zum Aufbau intensiver persönlicher, sozialer und wirtschaftlicher Beziehungen nutzen, habe ich im Beisein des Botschafters der Bundesrepublik Deutschlands im Königreich Marokko, Dr. Götz Schmitz-Bremme und des Honorarkonsuls des Königreichs Marokko, Volker Kröning, deutlich gemacht.

Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass jedes Jahr Zehntausende gut ausgebildeter marokkanischer Schulabgänger in ihrem Heimatland Marokko keinen Ausbildungsplatz bekommen können. Diesen jungen Menschen entsprechende Angebote zum Beispiel in der Alten- oder Krankenpflege machen zu können, ist für alle Beteiligten ein Gewinn: für beide Staaten und für die Betroffenen.

In meinen Augen ist der bisherige Jugend- und Fachkräfteaustausch mit der nordmarokkanischen Stadt d’Al Hoceima ein Vorzeigebeispiel für die Zusammenarbeit mit einem Land, das als Brückenkopf Europas nach Afrika fungiert. Es ist ganz wichtig und keine Einbahnstraße, miteinander und voneinander zu lernen, wie der Staat, seine sozialen Systeme, aber auch die Unternehmensstrukturen mitgestaltet werden können. Als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestages mache ich mir gerne persönlich ein genaues Bild davon, wie die dafür verwendeten Gelder und Förderungen des Bundes eingesetzt werden. Gerade dieses städtische Engagement wird von außergewöhnlich vielen positiven Rückmeldungen getragen.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass bei uns in Deutschland endlich wahrgenommen wird, was für ein sicheres Land Marokko ist – für Touristen ebenso wie für Wirtschaftsunternehmen. Deshalb ist es an der Zeit, Marokko zum sicheren Herkunftsland zu erklären, bin ich mir mit Botschafter Dr. Schmitz-Bremme einig. So können Vorbehalte in der Bevölkerung abgebaut und die Integration erleichtert werden, ohne dass etwaige Asylverfahren beeinträchtigt werden.

x

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Cookie-Richtlinien.

Einverstanden Ablehnen Datenschutz-Einstellungen