Kampf für Arbeitsplätze bei Mdexx

Diese Woche habe ich das  von Entlassungen bedrohte Werk der Fa. mdexx in Bremen besucht. Durch die Presse habe ich von dem Vorhaben, im Bremer Werk 200 von insgesamt 480 Arbeitsplätzen abzubauen, erfahren.

Ich bin von dem dortigen Betriebsrat und von CDU Freunden angesprochen und um Hilfe gebeten worden. Mir ist es ein großes Anliegen, die Sorgen und Nöte der arbeitenden Bevölkerung, die Leistungsträger unserer Gesellschaft sind, ernst zu nehmen. Deshalb habe ich auch dieses Mal nicht gezögert und gemeinsam mit dem Bremer CDU Vorsitzenden, Thomas Röwekamp, das Werk besucht. Vom drohenden Arbeitsplatzabbau sind nämlich nicht nur Bremer Bürger betroffen, sondern auch zahlreiche Beschäftigte, die aus unserem Wahlkreis kommen und nach Bremen pendeln.

Was ist geschehen? Die Siemens-Tochter mdexx betreibt in Bremen ein Werk mit insgesamt 480 Arbeitsplätzen. Im letzten Jahr hat Siemens mdexx an einen Schweizer Finanzinvestor verkauft, der die Herstellung der profitabelsten Produkte nach Tschechien verlagern möchte und plant in Bremen rund 200 Arbeitsplätze abzubauen. Auch wenn es sich bei den mit der Produktionsverlagerung verbundenen Kündigungen um eine Entscheidung der neuen Eigner handelt, darf nicht außer acht gelassen werden, dass es sich bei mdexx um ein Unternehmen handelt, das aufs Engste mit Siemens verbunden ist, denn fast 100 Prozent der Produktion geht an Siemens. Das bei dem Arbeitsplatzabbau angewendete Verfahren und die absolut unzureichende bis nicht vorhandene Kommunikation der Gesellschafter und der Geschäftsführung mit der Belegschaft hat viel Kritik hervorgerufen.

Ich verstehe, dass gerade Maschinenbauunternehmen wie mdexx von der aktuellen Wirtschaftskrise hart getroffen wurden. Allerdings verstehe ich nicht, warum die zur Verfügung stehenden Alternativen – wie z.B. das Instrument Kurzarbeit, Programme zur Umstrukturierung der Wirtschaftsförderung Bremen sowie Bürgschaften und Garantien aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland – nicht von  mdexx genutzt wurden.

Ich habe gemeinsam mit Thomas Röwekamp, Mitglied der Bremer Bürgerschaft, einen Brief an den Vorstand der Siemens AG gerichtet und um Antworten auf diese Fragen gebeten. Meine Einflussmöglichkeiten, den geplanten Arbeitsplatzabbau zu verhindern, sind zugegebenermaßen gering, da die Politik sich richtigerweise nicht in Entscheidungen der Wirtschaft einzumischen hat. Allerdings sehe ich es schon als meine Aufgabe an, das Management von mdexx bzw. Siemens auf diese falsche Entscheidung hinzuweisen.

Ich bin auf die  Antworten von Siemens auf die sich aufdrängenden Fragen gespannt und hoffe, die Belegschaft hiermit ein wenig  unterstützen zu können. Die Mitarbeiter/innen fordern zu Recht Klarheit für die Zukunft ihrer  Arbeitsplätze.

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