Leistungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Wer finanzpolitische Entscheidungen zu treffen  hat, der sollte ganz genau wissen, um was es im Detail geht. Soll heißen: Wenn ich als Haushälter des Deutschen Bundestages für Zuschüsse und Ansätze verantwortlich bin, dann werde ich ganz genau hinsehen und auch den Einzelfall prüfen. Das habe ich zu Beginn meiner Arbeit im Bundestag gesagt und danach verfahre ich auch. Das hat auch den Vorteil, dass man dabei auch Vereine, Verbände und Institutionen kennenlernt, deren Arbeit und Leistung einem bis her gar nicht so präsent waren. Ein aktuelles Beispiel erlebte  ich in dieser Woche, als ich den „Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe“ und seine Bundesvorsitzende Petra Stubakow kennenlernte und ihr dabei einen Zuwendungsbescheid des Forschungsministeriums in Höhe von 33.852 Euro  zusichern konnte.

Sitz des „Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe“ ist die Gemeinde Hambergen (Landkreis Osterholz). Der Aufgabenkatalog ist lang, die Anliegen vielfältig und das zur Verfügung stehende Geld knapp. Die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder engagieren sich in diesem Dachverband mit Sitz in der Gemeinde Hambergen (Kreis Osterholz), Am Hingstkamp 12, mit seinen rund 3500 Mitgliedern unter anderem für die Schaffung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten; er fördert dieWeiterbildung von hauswirtschaftlichen Fachkräften und er widmet sich der Multiplikatorenschulung von Mitgliedern in Prüfungs- und Berufsbildungs- ausschüssen der Länder.

Hier wird eine ehrenamtliche Arbeit geleistet, die zumeist unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ohne die aber eine vernünftige und effektive Berufsausbildung im Hauswirtschaftsbereich nicht stattfinden könnte. Die Ausführungen der Landesvorsitzenden waren ausgesprochen interessant. Übrigens auch für meine Landtagskollegin Astrid Vockert, die mich nach Hambergen begleitet hat.

Frau Stubakow, seit fünf Jahren Bundesvorsitzende des Verbandes, erläuterte uns das Aufgabenfeld und skizierte die Probleme, mit denen sie und ihre Mitstreiter im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu tun haben. Auch für dieses Jahr sind danach wieder vier Seminare und zwei Schulungen geplant, in denen es unter anderem um das Berufsbildungsgesetz und seine Umsetzung geht. Der Verband richtet dabei seinen Blick auch auf die Prüfungsausschüsse und deren Mitglieder, die besonders geschult werden müssen. Würde der Verband diese Unterstützung nicht mehr bekommen, dann müsste der Bundesverband seine Arbeit einstellen. Jeder Interessent oder Interessentin aus den verschiedenen Landesverbänden kann sich füreine der Veranstaltungen anmelden. Die Bundesvorsitzende hat die große Bedeutung der Hauswirtschaft als Berufsweg unterstrichen. Dabei hofft sie nicht zuletzt auch auf eine verbesserte gesellschaftliche Akzeptanz dieser Berufsgruppe. Der Bedarf an solchen ausgebildeten Kräften werde in den nächsten Jahren, so hat sie unterstrichen, noch ganz erheblich steigen. Dem können wir uns aus politischer Sicht uneingeschränkt anschließen, denn hier ist diedemographische Entwicklung bereits zu erkennen. Fazit meines Besuches: Ich war ziemlich beeindruckt.

 

 

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