Malte Vömel berichtet: Ein Jahr voller Erlebnisse – Teil 1

148722 3238192642173 1038110481 nMein Parlamentarisches Patenkind Malte Vömel ist gerade frisch zurück aus den USA und hat seine Erlebnisse aufgeschrieben. Auf meiner Homepage kann jeder, der an diesem Bericht interessiert ist, mal reinlesen, was Malte alles erlebt hat während seines Auslandsaufenthalts. Im ersten Teil berichtet er von dem Abschied von Deutschland und seiner Ankunft in den USA, seiner Gastfamilie und seinen ersten Eindrücken.

 

Mein Name ist Malte Vömel, bin 16 Jahre alt und war mit dem PPP Programm 2011/2012 in den USA. Die Austauschorganisation AFS hat mein Auslandsjahr und alles was damit verbunden war organisiert. Gelebt habe ich in dem Dorf East Greenwich in Rhode Island, einen US-Staat an der nordöstlichen Küste. Dort habe ich dann die East Greenwich High School besucht.  Im Laufe des Jahres habe ich sehr viele Erfahrungen gemacht,  lebenslange Freunde und Familie gefunden und bin sehr viel erwachsener geworden. Ich bereue nichts und ich würde es jederzeit nochmal machen. In diesem Bericht möchte ich die Erlebnisse meines Austausch Jahres mit dem PPP Programm erzählen, um einen Eindruck zu geben was einen erwartet oder um zu überzeugen mit dem PPP Programm in die USA zu gehen. Aber bevor ich anfange, möchte ich darauf hinweisen, dass sich die Erlebnisse und Eindrücke jedes Austauschschülers unterscheiden. Also kann man nicht das gleiche erwarten oder erleben.  

Am 11. August 2011 ging meine Reise los, zu dem Zeitpunkt konnte ich mir noch überhaupt nicht  vorstellen, was mich erwartet. Dementsprechend war ich sehr aufgeregt, aber auch traurig, weil ich mich gerade von meinen Freunden, Familie und allem, das ich bis dahin gekannt hatte, verabschiedet hatte. Ich bin von Bremen nach Frankfurt geflogen, wo ich die anderen PPPler, dessen Reiseziel der Flughafen JFK in New York war, traf. Das Fliegen mit anderen Austauschschülern war ein Vorteil, weil man in der gleichen Situation war und sich gut darüber austauschen konnte. Angekommen in New York wurden wir von AFS-Betreuern in Gruppen aufgeteilt und Bussen zugewiesen. Schnell wurde uns klar, dass die Busse zu den verschiedenen Gegenden, wo unsere Gastfamilien wohnen, fahren würden und dass wir unser Jahr in der gleichen Gegend verbringen werden. Mein Bus fuhr nach Boston, wo wir für einen Tag ein „Welcome-Camp“ hatten. Die Betreuer dort haben uns auf einige wichtige Sachen, welche unsere Gastfamilie, die Schule oder etwas Alltägliches betrafen, hingewiesen. Am nächsten Tag haben uns dann unsere Gastfamilien abgeholt. Das erste Treffen mit meiner Gastfamilie war schon etwas besonderes, ich habe von jedem eine Umarmung bekommen und dann wurden mir jede Menge Fragen gestellt, aber schon damals habe ich mich sehr wohlgefühlt und hatte mich auf die gemeinsame Zeit gefreut.

Meine Gastfamilie (Foto) war eine typische amerikanische Familie, 2 arbeitende Eltern, ein Sohn meines Alters und 2 ältere Töchter, eine in ihrem Senior Jahr in High School und die andere schon in College. Wir hatten 3 relativ kleine Hunde und 3 Katzen, welche ein großer Teil des Familienlebens waren.  Mein Zimmer war nicht riesig, aber es war genug Platz für mich. Sehr schnell wurde ich Teil des Familienlebens. Glücklicherweise hatte ich noch Ferien, deshalb konnte meine Gastfamilie mir die Nachbarschaft, das Dorf mit der Schule und viel von Rhode Island zeigen. Ich hatte auch eine sogenannte „Liaison“, welche ein AFS Betreuer ist, der in der Nähe wohnt und der nächste Ansprechpartner ist im Falle von Problemen, gerade mit der Gastfamilie, wenn man nicht mit der Familie darüber sprechen kann. In meinem Fall war es eine Freundin der Familie, welche um die Ecke wohnte. Also habe ich sehr viel Zeit auch in ihrem Haus verbracht, meistens auch mit der Familie, um den Pool zu genießen und zusammen zu grillen. Über die Zeit war Carol, meine Liaison, immer eine gute Ansprechperson und es hat sich eine sehr gute Freundschaft entwickelt.

Mein Gastbruder, Cameron, spielt Football und da hatte mich meine Gastmutter gefragt, ob ich nicht auch spielen wollte. Ich hatte mir gedacht, dass das eine gute Idee wäre und auf jeden Fall eine besondere Erfahrung werden würde, und mit beidem hatte ich Recht. Football Training fing schon an bevor die Schule anfing, das hieß aber auch, dass ich schon Freundschaften hatte bevor die Schule anfing, was mir später einen guten Vorsprung gab. Football ist ein sehr interessanter Sport, es geht darum nah genug zur so genannten „Endzone“ zu kommen um Punkte zu machen. Ein Teil des Teams zu sein hat mir sehr geholfen mich zu integrieren, weil ich schnell Anschluss gefunden habe. Die Trainer und Spieler waren sehr verständnisvoll, weil ich gerade angefangen hatte, sie hatte sogar Respekt, weil es etwas ganz neues für mich war und ich sehr schnell gelernt habe.

Mit all dem um mich herum und dem Schulstart vor meinem Auge, hat die Natur es dann noch aufregend gemacht: Hurrikan Irene zog über die amerikanische Ostküste. In Rhode Island war es wie ein sehr schlimmes Unwetter. Die Bilanz waren ein Stromausfall für 2 Tage, ein umgestürzter Baum im Garten und verlängerte Ferien. Ich musste mich dann 4 Tage später trotzdem mit einer Sekretärin von der Schule treffen, um meine Kurse zu wählen und letzte Informationen zu bekommen. Dann nur 2 Tage später fing die Schule an, ich war natürlich überwältigt, aber konnte mich an Freunde vom Football Team halten, was mich irgendwie durch den Tag brachte. Obwohl ich dachte, dass es sehr schwer sein würde den Unterricht in Englisch zu erleben, hatte ich mich schnell daran gewöhnt. Mit dem Schulanfang lernte ich immer mehr Leute kennen, wovon einige Freunde wurden, aber eins fehlte noch; ich war immer noch auf der Suche nach besten Freunden, wie ich sie in Deutschland hatte.

 

Im nächsten Teil berichtet Malte von seinem Schulstart und dem ersten Halbjahr, Weihnachten und Silvester nach amerikanischer Art.

 

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