Malte Vömel berichtet: Ein Jahr voller Erlebnisse – Teil 2

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Nachdem Malte uns im ersten Teil seines Berichtes über seinen Start in East Greenwich berichtet hat, erzählt er heute ein bisschen was aus seinem ersten Schulhalbjahr, vor allem vom Sport, dem in den USA eine große Bedeutung zukommt. Außerdem standen in den ersten Monaten einige wichtige amerikanische Feiertage an.

 

Im Laufe des Herbst hatte sich eine Art täglicher Rhythmus entwickelt: Morgens war ich in der Schule, wo ich mich jetzt sehr wohl fühlte, nachmittags hatte ich Footballtraining, wo ich mich immer mehr verbesserte, weil ich die Spielzüge besser verstand, und dann abends habe ich mit Freunden und Familie verbracht, wenn ich keine Hausaufgaben hatte, wo von es sehr viel in der amerikanischen Schule gibt. Ende Oktober stand dann Halloween vor der Tür, Halloween wird in Amerika sehr viel mehr gefeiert als bei uns. Wir haben hausgemachten, warmen Apfelsaft und Süßigkeiten für die Kinder ausgegeben, welche sich sehr viel Mühe mit ihren Kostümen gegeben haben. Nur einen Monat später war dann der berühmte Tag des „Thanksgiving“, Cameron und ich hatten erst ein Footballspiel und dann hatten wir abends ein riesiges Familiendinner mit den berühmten Truthahn, der sehr gut geschmeckt hat, gehabt.

Um die Zeit hatte ich dann auch die besten Freunde gefunden, die ich gesucht hatte. Es fing an mit einem Projekt für Physik, welches das Baues einer Brücke aus Spagetti beinhielt. Sie fragten mich ob ich mit ihnen das Projekt zusammen machen wollte, da hatte ich schnell zugesagt. Als es dann zum eigentlichen Projekt kam, haben wir eher alles andere als das Projekt gemacht, was der Grundstein für unsere Freundschaft war. Ich wurde ihrem Freundeskreis vorgestellt und dort schnell aufgenommen. Zusammen haben wir sehr viel erlebt und ich bin davon überzeugt, dass es eine der besten Sachen war, die mir während des Jahres passiert ist.

Die Zeit bis Weihnachten verging wie im Flug und bewusst, dass die Weihnachtszeit stressig werden kann, hatte ich meine Besorgungen schon früh erledigt. Unseren fast vier Meter hohen Baum haben wir selbst geschlagen und prächtig geschmückt, ich war bei der Größe schon ziemlich beeindruckt, doch mit all dem glitzernden Schmuck, war es ein sehr schöner Anblick. Am Weihnachtsabend sind wir, meine Gastschwester von College eingeschlossen, weil sie für Weihnachten nach Hause gekommen war, dann alle zusammen zur Kirche gegangen und hatten ein großes Familiendinner gehabt. Aber anders als in Deutschland gab es die Bescherung erst am nächsten Morgen, es wurde ziemlich reichlich beschenkt und die berühmten gefüllten Socken haben auch nicht gefehlt. Den Rest des Weihnachtstages haben ich mit Familie und Familienfreunden verbracht. Es war ein anderes Weihnachten als ich gewöhnt war, aber es war ein Weihnachten, das ich nie vergessen werde. Wir hatten eine Woche Ferien. Geschneit hat es fast gar nicht, und wenn es dann geschneit hatte, war der Schnee am nächsten Tag schon geschmolzen, es war ein sehr ungewöhnlicher Winter in Rhode Island.

Silvester war eine Enttäuschung, nicht weil ich keinen Spaß mit meinen Freunden hatte, aber in Amerika gibt es nur ein paar große Feuerwerke in den Städten, die meisten Privatpersonen machen gar nichts. Ansonsten war Silvester eine schöne Erinnerung, es war die „Halbzeit“ meines Jahres im Ausland. Ich konnte zurück blicken und sehen, was ich alles schon erreicht hatte, welche schönen Erlebnisse ich schon gesammelt hatte, und dann konnte ich mir Ziele für die verbleibende Zeit setzen, alles was ich noch erwartete, mich drauf gefreut hatte oder ich ändern wollte. Somit schaute ich mit Zuversicht in die zweite Hälfte meines Auslandsjahres.

 

In der nächsten Folge erzählt uns Malte vor allem von einer Besonderheit an amerikanischen High Schools: dem Promball.

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