Malte Vömel berichtet: Ein Jahr voller Erlebnisse – Teil 3

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In diesem Teil der Serie „Ein Jahr voller Erlebnisse“ berichtet Malte vom Jahresauftakt, , seinem Geburtstag und einem der wichtigsten Ereignisse von Highschool –Schülern: dem Schulball.

 

Mit dem Beginn des neuen Jahres habe ich einen neuen Sport angefangen. Ich bin einem Basketballteam beigetreten, weil Football Saison schon seit Dezember vorbei war und ich Basketball auch schon in Deutschland gespielt hatte. Die NFL (amerikanische Pro-Football Liga) lief aber immer noch und unser Heimteam, die „New England Patriots“, haben es ins Finale, den „Superbowl“, geschafft. Der Superbowl ist fast allen Amerikanern sehr wichtig und deshalb sieht sich jeder das Spiel  live oder über den Fernseher an. Ich würde sagen es ist Teil der amerikanischen Kultur. Leider haben die „Patriots“ verloren, dennoch gab es eine Grill-/Superbowlfeier in fast jedem Haus in meiner Nachbarschaft und in ganz Amerika.

Der Frühling wurde mit meinem Geburtstag eingeleitet. Meinem Geburtstag hatte ich mit meiner Familie verbracht und am Wochenende hatten meine Freunde eine Überraschungs-/Geburtstagparty für mich geschmissen. Ich hatte diesen Geburtstag genossen, weil meine Freunde und Familie ihn unvergesslich gemacht hatten.  Nicht viel später haben mich einige meiner Freunde überredet Lacrosse zu spielen, einen nordamerikanischen Sport, der mit sogenannten „Sticks“ gespielt wird und das Ziel ist einen Gummiball mit der Größe eines Tennisballes in ein Netz zu werfen.  Erst war ich skeptisch, aber am Ende war es eine der besten Entscheidungen, die ich während meines Auslandsjahres gemacht hatte. Ich habe es genossen Lacrosse zu spielen, da es eine einmalige Erfahrung war und ich sehr viel gelernt habe.

Das Wetter wurde immer besser und ich konnte immer mehr die zahlreichen Strände genießen. Man musste schon mit dem Auto zu den Stränden fahren, aber da in Amerika fast jeder ein Auto hat und Leute andauernd überall hinfahren, war es  kein Problem und ich hatte immer sehr viel Spaß mit Freunden oder Familie. Ich hatte aber auch die Möglichkeit die Städte Boston und New York zu sehen. Boston ist eine sehr schöne Stadt, klein und historisch für amerikanische Verhältnisse, dort gibt es ein Restaurantviertel, wo man die beste und breiteste Auswahl in der Gegend bekommen kann. New York dagegen war sehr voll, laut und es gab sehr viel zu sehen, zu viel für nur einen Tag. Die „New York High Lane“, ein auf alten Straßenbahngleisen gebauter Fußweg, war das Beste in New York, weil man von dort fast alles Wichtige sehen kann und auch sehr gute Straßenkunst bewundern konnte.

Die Schule hatte dann auch wieder einige Aufregungen. Erst wurde ich in die „National Honors Society“ aufgenommen, was ein Club ist, der an den meisten High Schools existiert und in dem herausstechende Schüler eingeladen werden, um zusammen das Schuleben für alle zu verbessern. Es war schon etwas Besonderes für mich als Austauschschüler aufgenommen zu werden, es war mehr als eine Anerkennung, dass ich mich dort in der Schule engagiert habe.

Nicht viel später war schon das nächste große Event: „Prom“, was eine recht offizielle Tanzveranstaltung, organisiert von den Schülern, ist. Für High School Schüler, der 11. und 12. Klasse, ist es das Event des Jahres. Schon Wochen vorher fragen die Jungs die Mädchen, ob sie deren Dates für „Prom“ sein wollen, es werden Kleider und Anzüge ausgesucht, man macht Pläne, wo man vorher zum Bilder machen hingeht und was man hinterher macht. Im Großen und Ganzen ist die Planung mit ein wenig  Stress verbunden, aber die guten Neuigkeiten sind, dass „Prom“ selber sehr viel Spaß macht und eine Nacht ist, die man nie vergisst. „Prom“ unserer Schule war in einem Hotel in Providence, die Hauptstadt von Rhode Island. Es war ein wundervoller Abend, den ich mit Freunden und meinem Date (Foto) genossen habe. „Prom“ war einer der sehr besonderen Erlebnisse und wird immer eine tolle Erinnerung für mich sein. Also ich kann nur jedem, der nach Amerika ins Ausland geht, empfehlen zu „Prom“ zu gehen, es wird unvergesslich und, da wir etwas Ähnliches in Deutschland nicht haben, eine einmalige Chance.

In der nächsten Woche bin ich mit meiner Physik Klasse auf einen Ausflug zu einem Freizeitpark gegangen. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt, hatten die Aufgabe uns eine Achterbahn auszusuchen und diese mit Video oder einem Beschleunigungsmesser zu analysieren. Danach war uns erlaubt den Freizeitpark zu genießen. Nicht viel später hatten die „Seniors“, also die 12. Klässler,  ihre Schulabschlusszeremonie. Wie in Deutschland ist in Amerika ist dies eine ganz besondere Zeremonie, wo aber die berühmten Roben und Hüte mit den Zipfeln getragen werden, jeder ein Zertifikat erhält und zur anderen Seite der Bühne läuft, sie „laufen für ihren Abschluss“. Da meine Gastschwester, Megan, in der 12. Klasse war, hatte ich die Chance „Graduation“ zu sehen. Ich habe mir die Zeremonie sehr gerne angeschaut, weil es meine einzige Möglichkeit war und es eine amerikanische Tradition ist, welche nun Teil meiner Erfahrungen war.

 

Beim nächsten Mal hören wir, wie es Malte in seinen letzten Wochen in East Greenwich erging.

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