Malte Vömel berichtet: Ein Jahr voller Erlebnisse – Teil 5

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Malte begegnet den anderen Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts-Programms des Deutschen Bundestages in Amerikas Hauptstadt, Washington D.C., und fliegt von dort gemeinsam mit allen Richtung Deutschland. Seine Familie wird ihn nach einem Jahr wieder in die Arme schließen können.

 

In DC habe ich dann alle PPP’ler wieder gesehen, welche ich schon vorher sehr gut kannte und wir auch gut befreundet waren. Die ersten beiden Tage haben wir im Hotel, welches in der Nähe des Flughafens war, verbracht, um über den „Wiedereingewöhnungsprozess“ in unser Heimatland zu sprechen. Wiedereingewöhnen ist sehr viel schwerer als sich einzugewöhnen, wenn man im Ausland ankommt. Es gehört viel dazu, was man aber erst verstehen kann, wenn man es durch gemacht hat. Am dritten Tag haben wir einen Tagesausflug nach Washington DC gemacht, um unsere Abgeordneten von „Congress“, dem amerikanischen Bundestag,  zu treffen, uns einige Reden von Leuten vom „Department of State“, welches vergleichbar zum Außenministerium ist , anzuhören und dann hatten wir auch Zeit uns die Stadt anzuschauen. Die Innenstadt von DC ist sehr sauber und sieht beeindruckend aus, weil die Gebäude überwiegend aus weißem Sandstein gebaut sind. Ich konnte die meisten interessanten Sehenswürdigkeiten anschauen, aber um alles zu sehen hatten wir nicht genug Zeit. Abends war dann einen kultureller  Abend, wo die Austauschschüler des jeweiligen Landes eine kurze Vorführung ihrer Kultur vorstellen. Ich war sehr beeindruckt von einigen Aufführungen. 

Am nächsten und letzten Tag im Washington hieß es Koffer packen, Abschied nehmen und ins Flugzeug steigen. Wir sind alle gut durch die Sicherheitskotrolle und den Check-In gekommen und nicht viel später saßen wir dann schon im Flieger, welcher uns zurück nach Deutschland, genauer Frankfurt am Main, brachte. Von Frankfurt hatte ich noch einen Anschlussflug nach  Hannover, da mein Flug nach Bremen gestrichen wurde. Und dann endlich habe ich meine Familie wiedergesehen, welche mich sehr vermisst hatten und dem entsprechend sich gefreut haben mich wiederumarmen zu können. Es war ein sehr glückliches Wiedersehen für mich, die Sehnsucht nach Amerika für den Tag vergessen. Am Abend hatten meine Eltern auch eine „Willkommen zurück-Party“ mit all meinen Freunden organisiert. Ich konnte es für einen Moment nicht fassen und war überglücklich.

Nun bin ich seit einer Woche wieder zurück und ich bin sehr froh, dass ich wieder Zeit mit meinen Freunden und Familie hier in Deutschland verbringen kann. Doch das Gefühl, dass etwas fehlt, ist sehr präsent. Es ist nicht Amerika, was ich vermisse, es sind die tollen Leute, welche zu Familie und Freunden wurden, die mein Jahr zu etwas ganz besonderem für mich gemacht haben. Amerika und Deutschland sind verschieden, doch konnte ich mich an beides schnell gewöhnen. Das Fehlen wichtiger Menschen im Leben ist etwas an das man sich nie gewöhnen kann, es ist eine Frage es zu akzeptieren und sich auf das Wiedersehen zu freuen. Deshalb sollte man jeden Moment in Leben genießen, weil man wird nicht ewig Zeit mit diesen Menschen verbringen können. Meine Erlebnisse in Amerika haben mich verändert, ich verstehe mehr Perspektiven, ich bin schneller erwachsener geworden als in den Jahren zuvor und vieles mehr, manches, was ich noch gar nicht bemerkt habe. Ich kann das PPP Programm nur jedem empfehlen, es ist Arbeit damit verbunden und es war auch manchmal nicht einfach, doch letzten Endes war es sehr viel mehr wert als man sich vorstellen kann.  

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