Mattfeldt (CDU) kritisiert SPD-Vorstöße

„Unfälle nicht parteipolitisch missbrauchen“

Völkersen – Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt reagiert auf die jüngsten Vorstöße der hiesigen SPD in Sachen Erdgasförderung. Der Völkerser, der nach den Leckagen und Bodenverseuchungen durch die RWE-Dea in seinem Heimatort in öffentlichen Versammlungen das Unternehmen selbst scharf angegriffen hatte, kritisiert die Äußerungen des Abgeordneten-Kollegen Lars Klingbeil und der Landtagskandidatin Dörte Liebetruth.

Ich bedauere, dass die SPD unseren gemeinsamen parteiübergreifenden Einsatz für die Bürger aufkündigt. Nach den Leckagen an den Lagerstättenwasserleitungen der RWE-Dea haben wir alle gemeinsam daran gearbeitet, nicht nur aufzuklären, sondern vor allem die Ursachen für die Leckagen zu beseitigen“, teilt Mattfeldt in einer Presseerklärung mit.

Der CDU-Politiker zeigt sich überrascht, dass gerade die SPD-Landtagskandidatin die schwarz-gelbe Landesregierung auffordert, die Genehmigung zum Verpressen von Lagerstättenwasser in Scharnhorst zurückzunehmen. Schließlich habe eine rot-grüne Regierung diese Genehmigung erteilt. Liebetruth hatte diese Erlaubnis jetzt allerdings als Fehler bezeichnet.

Mattfeldt findet es „bemerkenswert, dass die SPD die schwarz-gelbe Landesregierung auffordert, ihre eigenen Beschlüsse zurückzunehmen. Sicherlich auch wohlwissentlich, dass das Regressansprüche an den Steuerzahler bedeuten würde“. Außerdem halte er es „für granatengefährlich, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu einem partei- und wahltaktischen Spielball zu machen! Mir ging es in dieser Sache nie um Parteipolitik, sondern nur um das Wohl der Bevölkerung“, erklärt Andreas Mattfeldt.

Durch zahlreiche Gespräche mit Minister Bode sowie Ministerpräsident McAllister habe er mit erreicht, dass die Rohre zum Transport des belasteten Lagerstättenwassers außer Betrieb genommen wurden. Auch sei die Verpressung des Lagerstättenwassers in Scharnhorst bis auf weiteres ausgesetzt worden.

Die kurz vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen von der SPD eingebrachte Forderung nach einer verbindlichen Umweltverträglichkeitsprüfung vor Erdgasbohrungen aller Art, auch von Fracking, bezeichnet Mattfeldt als „populistisch. Aus diesem Grund habe ich als Bundestagsabgeordneter diesen Antrag abgelehnt.“

V A Z  12 08 18 no fracking

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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