Mattfeldt ist für Schenkelbrand

Verden (vn). Laut Bundestagsabgeordnetem Andreas Mattfeldt kristallisiert sich derzeit heraus, dass das vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgeschlagene Schenkelbrandverbot im Bundestag keine Mehrheit finden wird.

„Es ist ein langer und harter Kampf, den ich gemeinsam mit dem Hannoveraner Verband und vielen Kreisverdener Züchtern im Bundestag seit Langem führe“, erklärt Mattfeldt in einer Pressemitteilung. Er freue sich zu sehen, dass in der Berliner Politik Sachargumente überzeugen „und wir den Schenkelbrand wahrscheinlich erhalten können“. Zumindest habe er in zahlreichen Vier-Augen-Gesprächen mit den Verantwortlichen in seiner Fraktion derartige Signale erhalten. Mattfeldt habe gemeinsam mit dem Hannoveranerverband zahlreiche Gespräche mit zuständigen Fachkollegen im Landwirtschaftsausschuss geführt. Häufig seien ein oder mehrere Vertreter des Verbands nach Berlin gereist, um dort Überzeugungsarbeit zu leisten. Auch zur Expertenanhörung des Landwirtschaftsausschusses war eine Delegation des Verbands nach Berlin gereist.

„Der Hannoveraner Verband hat mich sehr frühzeitig auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Das war unser Vorteil, denn so konnten wir schon früh anfangen, argumentativ Druck innerhalb der Regierungskoalition aufzubauen“, so Mattfeldt. „Es kommt nicht oft vor, dass der Bundestag Gesetze so massiv verändert wie das nach derzeitigem Kenntnisstand im Fall des Schenkelbrandes in der nächsten Woche passieren wird.“

Nicht nur für die Kreisverdener, sondern auch für Züchter in ganz Niedersachsen sei es wichtig, weiter mit dem wesentlich fälschungssichereren Brandzeichen arbeiten zu können. Bei einer Veranstaltung zum Schenkelbrand sei deutlich geworden, wie gering die Reaktion des Fohlens auf den Schenkelbrand ist. Unklar sei noch, ob und mit welchen Methoden die Stelle, an der das Brandzeichen angebracht werden soll, betäubt werden kann, erklärt Mattfeldt.

Die Tierschutzgesetznovelle, mit der das Schenkelbrandverbot verankert werden sollte, enthalte auch Regelungen zur Rassegeflügelzucht, die den Züchtern im Landkreis Verden existenzielle Sorgen bereiteten. „Auch hier sind wir auf einem guten Weg, und die Rassegeflügelzüchter selbst haben unserem Vorschlag zugestimmt.“ Durch frühzeitigen Kontakt mit den Kreisverdener Züchtern habe er reagieren und auf eine Ergänzung hinwirken können. Ohne dieses Engagement der Verantwortlichen wäre dies nicht gelungen, und es sei ihr Verdienst, „wenn wir das drohende Ausstellungsverbot abwenden können“. Notwendig sei aber noch die Zustimmung der Länder.

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