Mattfeldt verteidigt sein Mandat souverän

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Sie sei enttäuscht, kommentierte die Kandidatin der SPD, Christina Jantz, das Wahlergebnis. Für den Bundestagsabgeordneten Herbert Behrens (Die Linke) geriet die Wahl zur Zitterpartie. Er wusste gestern Abend noch nicht, ob er erneut über die Liste in den Bundestag einzieht.

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VON MICHAEL KERZEL, BERNHARD KOMESKER, LUTZ RODE UND FELIX WEIPER

Verden.Osterholz. Als um 18 Uhr die erste Wahlprognose über den TV-Bildschirm flimmerte, kam Feierstimmung im Saal der Gaststätte zur Post im Langwedeler Ortsteil Völkersen auf. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt hatte hierher zur Wahlparty geladen. Für ihn und seine politischen Freunde hätte der Abend nicht besser verlaufen können. Die CDU ist der eindeutige Sieger im Wahlkreis Osterholz-Verden – mit gut 40 Prozent der Zweitstimmen. Und Mattfeldt selbst verteidigte souverän sein Direktmandat. Er kam auf 44 Prozent der Erststimmen und wird nun für eine weitere Legislaturperiode die Region im Bundestag vertreten.

Mattfeldt wertete sein persönliches Ergebnis als „riesigen Vertrauensbeweis“. Das Abschneiden der Union zeige, dass in Deutschland in den vergangenen vier Jahren mehr richtig als falsch gemacht worden sei, so Mattfeldt. Der Abgeordnete ließ aber auch durchblicken, dass die Deutlichkeit des Erfolgs für ihn durchaus überraschend kam: „Heute Nachmittag hat noch keiner vorhersehen können, dass die Union ein so gutes Ergebnis erzielen wird.“

Die SPD-Bundestagskandidatin Christina Jantz zog im Laufe des Wahlsonntags eine persönliche Wahlkampfbilanz: 30 000 gefahrene Kilometer, 2500 Hausbesuche, 1000 Termine und drei Paar Schuhe, bei denen die Hacken abgelaufen sind. Der Einsatz hat dennoch nicht gereicht, um den Wahlkreis zu gewinnen. Selbst in ihrem Heimatort Schwanewede schaffte es die Genossin nicht, CDU-Mann Mattfeldt zu übertrumpfen: „Ich bin insgesamt enttäuscht: Wir haben unser Ziel Rot-Grün nicht erreicht, und wir haben den Wahlkreis nicht gewonnen“, sagte Jantz.

Der Bundestagsabgeordnete und Direktkandidat der Partei Die Linke, Herbert Behrens, öffnete nach den ersten Hochrechnungen eine Sektflasche im Wahlkreisbüro der Linken, bei 8,5 Prozent lag seine Partei um kurz nach 18 Uhr – und Behrens zeigte sich „sehr zufrieden“. Ansonsten stellte er sich bei der Frage, ob er wieder im Bundestag vertreten sein wird, auf eine Zitterpartie ein. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate sei es schwer vorherzusehen, inwieweit die Landesliste ziehe. Behrens richtete sich auf eine lange Nacht ein, so wie 2009, als er erst um 5 Uhr morgens erfuhr, dass er als sechster Kandidat der Linken aus Niedersachsen in den Bundestag kommt.

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c/c: Verdener Nachrichten vom 23.09.2013

c/c: Wümme Zeitung vom 23.09.2013

c/c: Osterholzer Kreisblatt vom 23.09.2013

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