Mattfeldt will wieder kandidieren – Ansage für die nächste Bundestagswahl

Grasberg. Der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU) hat seine Bereitschaft signalisiert, seinen Wahlkreis auch über die laufende Legislaturperiode hinaus im Bundestag zu vertreten. Im Rahmen einer Parteiveranstaltung in Grasberg sagte der 54-Jährige, dass er den CDU-Kreisvorständen in Verden und Osterholz bereits mitgeteilt habe, bei der nächsten Bundestagswahl wieder für eine Direktkandidatur zur Verfügung zu stehen. Mattfeldt wurde bislang viermal hintereinander direkt in den Bundestag gewählt und vertritt den Wahlkreis Osterholz-Verden seit 2009 in Berlin.

Zuletzt zog der in Langwedel im Landkreis Verden lebende Politiker 2021 in den Bundestag ein, nachdem er den Wahlkreis mit 33,7 Prozent der Stimmen knapp gegen seinen Widersacher Michael Harjes (SPD, 32,5 Prozent) behauptet hatte. Dass Mattfeldt sich bereits zur Halbzeit der Legislaturperiode zu einer weiteren Kandidatur äußert, erklärt er mit der politischen Gemengelage und der Schwäche der Bundesregierung. Nach seiner Einschätzung sei die Ampel-Regierung „in vielen Bereichen überfordert“. Und somit könne die nächste Bundestagswahl viel schneller kommen, „als es einem lieb ist“.

Dass Mattfeldt in seinem Wahlkreis noch mal kandidieren könnte, verdankt er der Überarbeitung der Wahlrechtsreformpläne, die den Erhalt des Wahlkreises Osterholz-Verden sichert. Noch im vergangenen Jahr lag ein Vorschlag auf dem Tisch, der im Falle der Umsetzung die Zerschlagung des Wahlkreises bedeutet hätte. Ein Selbstgänger ist die Kandidatur freilich nicht: Sollte Mattfeldt an seinem Vorhaben festhalten, müssten die Parteimitglieder der Kandidatur auf einer Parteiversammlung zustimmen.

Weser-Kurier vom 18.12.2023