MdB Mattfeldt als Pate

Die Westküste als Traumziel
Sarah-Christin Stech aus Oyten geht als Stipendiatin nach Amerika

Von Lars Köppler Oyten. Versierter Handwerker oder junge Kauffrau? Für den Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt war es eine schwere Aufgabe, sich beim Parlamentarischen Patenschaftsprogramm (PPP) des Bundestages für den richtigen Bewerber zu entscheiden. Seine Stimme gab der Politiker schließlich Sarah-Christin Stech. Die Oytenerin geht im August als Botschafterin der deutschen Kultur für ein Jahr nach Amerika.

Für die 22-jährige Veranstaltungskauffrau, die im Januar ihre Ausbildung bei der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) abgeschlossen hat, geht somit ein Traum in Erfüllung. “Ich erhoffe mir ein ganz spannendes Jahr in Amerika. Ich möchte möglichst viele Eindrücke sammeln, Land und Leute kennenlernen und natürlich meine Sprachkenntnisse verbessern”, freut sich die Stipendiatin auf diese Herausforderung. Die musste sich für ihre Vision allerdings mächtig ins Zeug legen und erstklassige Referenzen vorlegen, um aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt zu werden.

Andreas Mattfeldt, der den Auslandsaufenthalt von Sarah-Christin Stech als Pate und Ansprechpartner aus der Ferne begleitet, ist besonders von der guten Ausbildung und der weltoffenen Art der Kauffrau beeindruckt. “Es war schon ein enormes Auswahlkriterium, dem sich die USA-Anwärter stellen mussten”, so der Politiker, der auch von den “tollen Zeugnissen” eines jungen Kfz-Mechanikers aus Ottersberg überzeugt war und bei dieser schweren Entscheidung abwägen musste. “Ich denke aber, dass Sarah-Christin Stech eine gute Botschafterin für unser Land in Amerika ist”, glaubt Mattfeldt.

Was sie in den Vereinigten Staaten erwartet, kann die Absolventin des Verdener Gymnasiums am Wall nur erahnen. “Ich weiß nicht einmal, in welcher Region ich leben werde”, sagt Sarah-Christin Stech, die am liebsten in einer Gastfamilie an der amerikanischen Westküste – möglichst direkt am Meer – unterkäme. Zunächst geht es aber mit dem Flieger am 3. oder 10. August nach New York. Erst dort entscheidet sich, wie es für die Deutsche weitergeht. Nach sechs Monaten an einem so genannten Community College folgt ein weiteres halbes Jahr mit einem betrieblichen Praktikum in einem US-Unternehmen.
In den “Staaten” möchte Sarah-Christin Stech auch ihren weiteren beruflichen Werdegang ausloten. “Ich tendiere dazu, danach noch ein Studium zu beginnen”, verrät sie. Eines weiß die junge Frau aber genau: “Ich kehre nach einem Jahr definitiv heim”, sagt Sarah-Christin Stech und tröstet damit auch ein wenig ihre Eltern.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kurier Seite: 3 Datum: 29.04.2010

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