Mehr Menschen mit Behinderung in mittelständische Betriebe

geldscheineDie heimischen Kammern für Handwerk, Landwirtschaft sowie Industrie und Handel sind aufgerufen, sich für ein Förderprogramm des Bundes zu bewerben. Im Rahmen der „Initiative Inklusion“ sollen sie dazu beitragen, dass mehr Menschen mit Behinderung in mittelständischen Betrieben beschäftigt werden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellt für jede Kammer einen Festbetrag von bis zu 100.000 Euro zur Verfügung.

Viele gute Beispiele in meinem Wahlkreis zeigen, dass Menschen mit Behinderung über vielfältige Beschäftigungspotentiale verfügen, die bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Gleichzeitig bieten vor allem kleine und mittlere Unternehmen viele Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen, doch fehlt ihnen wiederum oft das Wissen, diese einzustellen oder weiter zu beschäftigen. Hier können die Kammern, als Ansprechpartner für die mittelständischen Betriebe, mit gezielter Information und Beratung tätig werden. Gerade bei uns im ländlichen Raum wäre dies ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

In den nächsten zwei Jahren werden bundesweit fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Kompetenzen der Kammern hinsichtlich der Inklusion schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu stärken. Vor allem sollen sie direkt vor Ort ihre Mitgliedsunternehmen darin unterstützen, mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Zugleich soll auch ein Netzwerk aufgebaut werden mit Trägern der Arbeitsvermittlung und Rehabilitation, Integrationsämtern und -fachdiensten sowie weiteren Stellen, die Arbeitgebern Unterstützungsleistungen anbieten.

Die Förderung kann für einen maximalen Zeitraum von zwei Jahren beantragt werden. Anträge müssen bis zum 30. Juni 2015 eingereicht werden (mindestens drei Monate vor dem beabsichtigten Beginn der regionalen Initiative). Weitere Informationen können hier abgerufen werden.

Insgesamt werden mit der „Initiative Inklusion“ von 2011 bis 2018 rund 100 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt, um mehr schwerbehinderte Menschen in reguläre Arbeitsverhältnisse zu bringen.

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