Mein Besuch bei Dodenhof

Dodenhof 7-12-15Am Montag habe ich mich mit Berndt Chylla (Geschäftsführer von Dodenhof) sowie Sybille Schönfeld (zuständig für die Ausbildung) zum Gespräch getroffen. Dabei ging es unter anderem um regionalplanerische Themen, die für Dodenhof – als größtes Einkaufszentrum der Region – besonders wichtig für die Zukunft sind.

Vor allem aber war ich interessiert an den beiden spanischen Auszubildenden, die Dodenhof seit August in der Gastronomie und im Verkauf beschäftigt und die ebenfalls am Gespräch teilnahmen. Ich finde es sehr mutig von den zwei jungen Menschen aus Malaga, fern der Heimat und mit zu anfangs geringen Sprachkenntnissen, die Chance zu ergreifen und eine Ausbildung in Deutschland zu beginnen. Aber es ist auch ein mutiger Schritt von Dodenhof, hier aktiv auf den Fachkräftemangel zu reagieren und über die Landesgrenzen hinaus zu blicken. Im Vorfeld hatte Herr Chylla mir berichtet, dass es für die Firma immer schwieriger werde, geeignete Auszubildende zu finden. Derzeit sind über einhundert Azubis bei Dodenhof beschäftigt, die schon längst nicht mehr alle nur aus der Region kommen.

Das junge Paar aus Spanien ist im Rahmen des Programms „MobiPro–EU“ der Bundesagentur für Arbeit nach Deutschland gekommen. Durch dieses Programm erhielten sie in ihrer Heimat einen vorbereitenden Deutschkurs. Um in der Arbeitswelt in Deutschland zu bestehen, absolvieren sie auch weiterhin berufsbegleitende Deutschkurse. Ich bin erstaunt, wie gut die beiden schon nach so kurzer Zeit Deutsch sprechen, sich engagieren, sich in Deutschland eingelebt haben und einen Gewinn für ihren Arbeitgeber darstellen. Durch dieses Programm wirken wir auch ein wenig der Jugendarbeitslosigkeit in Spanien entgegen. Auch Berndt Chylla bestätigt mir, dass das Programm MobiPro ein voller Erfolg für Dodenhof ist und man nächstes Jahr sogar noch mehr jungen Spaniern die Chance auf einen Ausbildungsplatz bei der Posthausener Firma geben möchte.

Eine Besonderheit bei Dodenhof ist auch, dass das Unternehmen extra für bis zu knapp 30 Azubis selbst günstigen Wohnraum geschaffen hat und diesen bereitstellt. Auch das junge spanische Paar wohnt in dieser – „Campus-D“ genannten –Anlage.

Dodenhof steigert hier die eigene Qualität als Arbeitgeber für junge Menschen enorm und rüstet sich für die Zukunft. Das Einkaufszentrum beschäftigt sehr viele Mitarbeiter und ist auch ein wichtiges Wirtschaftsstandbein für die Region Verden. Darum freut es mich sehr zu sehen, wie sich Dodenhof mit Kreativität und Initiative gute Arbeitskräfte sichert und so weiterhin zur positiven Entwicklung im Bereich Wirtschaft und Arbeitsmarkt beiträgt.

Foto: Andreas Mattfeldt, Berndt Chylla, Juan Manuel Urbano Perez, Ana Maria Gaciu, Sybille Schönfeld (v.l.n.r.)

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