Mit vielen Fragen im Gepäck von der Wümme an die Spree

Über die Bundespolitik reden ist die eine Sache – sie dort einmal zu erfahren, wo sie „gemacht“ wird, eine etwas andere.

Vielleich ist das auch eine gute Möglichkeit, das eigene Bild von Politik und Politikern etwas zu revidieren. Das gilt ganz besonders für junge Leute, die sich erst noch ihr eigenes Urteil bilden wollen. Aus eben diesem Grund freue ich mich, dass es in den vergangenen Monaten diverse Kontakte mit Schülerinnen und Schülern aus meinem Wahlkreis in Berlin gegeben hat.

Auch 2012 verspricht auf dieser Ebene erfolgreich zu werden, denn ich konnte in dem gerade begonnenen Jahr bereits zwei Gruppen aus meinem Wahlkreis im Deutschen Bundestag begrüßen: Den Auftakt machte, wie bereits berichtet, die Waldschule aus Schwanewede, die zu Beginn der Woche einen Abstecher an die Spree gemacht hatte.

Am vergangenen Donnerstag durfte ich dann mit rund 150 Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrkräften aus dem Gymnasium Lilienthal  in einen direkten Dialog über die aktuelle Politik im Allgemeinen und die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten im Besonderen eintreten. Und das war wieder eine tolle Sache, die für beide Seiten interessante Aspekte hervor gebracht hat. Bei meinen jungen Gästen handelte es sich um die Schüler des Politikleistungs- und des Politikgrundkurses.

Begonnen hatte der Besuch des Reichstages mit einem Vortrag über das Plenum und den Plenarsaal, den die Lilienthaler von der Besuchertribüne aus erleben konnten. Anschließend, und das ist für alle Gäste inzwischen ein Muss, ging es auf die Kuppel des historischen Gebäudes, von der man einen wunderschönen und sehr informativen Blick auf die Bundeshauptstadt  hat.

Beeindruckt hat mich die  intensive wie konstruktive Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern über ganz verschiedene Themen. Die Palette reichte, um nur einige wenige anzureißen, von der Euro-Rettung über die Rolle Griechenlands und die der Rating-Agenturen bis hin zu den Gefahren des Links- und des Rechtsextremismus  sowie der aktuellen Diskussion über die Aufgaben des Verfassungsschutzes.  Natürlich, und das hat mich besonders gefreut, gab es auch diverse kritische Nachfragen, die deutlich werden ließen, dass es sich bei den jungen Gesprächsteilnehmern um politisch interessierte Besucher handelte. Und dieses wahrnehmbare  Interesse ist für mich als Politiker ein positives Signal, das wir als Mandatsträger allesamt aufgreifen und pflegen sollten. Der direkte Dialog muss immer wieder stattfinden – im Wahlkreis, aber auch und gerade in Berlin. Wir müssen uns den Fragen stellen und die kritischen Anregungen ernst nehmen.

Das Gymnasium Lilienthal, das bereits 1976 seinen Lehrbetrieb in der Wümme-Kommune aufgenommen hatte und in dem seither unzählige  junge Menschen, die übrigens nicht alle nur aus Lilienthal kamen, ihr Abitur abgelegt haben, ist eine moderne Schule, so wie diverse andere in meinem Wahlkreis. Hier wird Bildung im weitesten Sinne vermittelt. Und dazu gehören auch Politikleistungskurse, in denen anstehende Fragen diskutiert und beantwortet werden. Ich werde mich jedenfalls auch in Zukunft gerne als Gesprächspartner zur Verfügung stellen.

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