Moderne Medien und ein positives Image

Präsident Hartwig Fischer will Transparenz

VERDEN. „Wir müssen künftig in Netzwerken handeln und unsere Positionen vermehrt über die modernen Medien wie das Internet transportieren“, betonte der Präsident des Deutschen Jagdschutzverbandes, Hartwig Fischer, beim Kreisjägertag im Verdener Niedersachsenhof.

Der in Verden geborene und aufgewachsene 63-jährige Fischer war im vergangenen Jahr zum DJV-Präsidenten gewählt worden und besucht derzeit in Niedersachsen Versammlungen der Jägerschaften und Hegeringe. „Ich möchte Präsident von 260000 Jägern und nicht nur Präsident von 15 Präsidenten der Landesverbände sein“, betonte er.

Unter anderem treibt er die Reform des DJV voran und forderte in seiner engagierten Rede die Jäger dazu auf, „das mitzumachen und zu unterstützen“. Verbunden sei der Schritt mit einer weiteren Demokratisierung des Verbandes. Den einzelnen Landespräsidien würden frühzeitig Themen bei Tagungen sowie Beschlussvorlagen zur Verfügung gestellt.

„Gerade wir können die jungen Menschen am besten über das Erleben in der Natur informieren, an Hege und Jagd heranführen und dabei die Zusammenhänge unserer heimatlichen Lebensgrundlagen erklären“, so Fischer. Er lobte das große Engagement der Verdener Kreisjägerschaft. Durch einen offenen Umgang könnten die Jäger deutlich machen, dass Jagd die Grundlage für die Artenvielfalt sei.

 

„Die Voraussetzungen für ein positives Image sind gut, wenn wir noch mehr Transparenz wagen“, betonte Fischer; Jagd sei eine legitime, ursprüngliche und schonende Nutzung. Zwar hielten laut der aktuellen DJV-Befragung über 80 Prozent die Jagd für notwendig und 70 Prozent seien der Meinung, dass Jäger etwas Positives für den Naturschutz tun, aber deutlich werde auch, dass besonders die junge Generation unter 30 Jahren die Jagd eher kritisch betrachte.

Landrat Peter Bohlmann hob in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und der Jägerschaft hervor und würdigte das Engagement der Jäger vor allem beim Hegefonds. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Verden, Martin Deter, betonte die lange Tradition der Jagd, die in der Region durch den Lehringer Speerfund bis in die Zeit vor über 120000 Jahren nachgewiesen werden könne.

Der hiesige Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt teilte mit, dass im Herbst der Wildzaun an der A 27 bis zum Bremer Kreuz gebaut werde.rö

© 2009 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft
 

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