Richtungsweisende Raumfahrt-Projekte

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Die bemannte Raummission Orion stand im Mittelpunkt eines Arbeitsgespräches, dass ich mit hochrangigen Vertretern des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus Defence and Space in Bremen geführt habe. An dem Gespräch nahmen Dr. Mathias Spude (Airbus Safran Launchers), Bart Reijnen (Leiter des Airbus Defence and Space-Standortes Bremen und zuständig für Orbitalsysteme und Space Exploration) und dessen designierter Nachfolger Dr. Oliver Juckenhöfel teil.

Als Berichterstatter für diesen Themenbereich im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bin ich für die Finanzierung des deutschen Anteils an nationalen und internationalen Raummissionen mitverantwortlich.

Ich bin beeindruckt von der Fähigkeit der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Die Bundesregierung muss ihren Teil dafür tun, um diese europäische Innovationsbranche in der Spitze des Marktes zu halten. Unser Forschungspotential in diesem Bereich ist enorm, aber die internationalen Mitbewerber schlafen nicht. Von meinen Gesprächspartnern habe ich gefordert, die Verlässlichkeit der Industrie in Planung und Finanzrahmen sicherzustellen.

Nach den Gesprächen über den Finanzbedarf der einzelnen Raumfahrtprojekte habe ich mir im Werk den baulichen Fortschritt des künftigen Orion-Orbiters angesehen. Mein Interesse galt auch der Frage, wieviel Geld im Zuge einer Kleinserien-Produktion eingespart werden könnte.

Bei dem Bauteil handelt es sich um die europäische Antriebs- und Versorgungseinheit für die NASA-Raumkapsel Orion. Als erste integrierte Orion-Mission ist noch in diesem Jahrzehnt ein unbemannter Vorbeiflug am Mond geplant. Damit soll nicht nur die Leistungsfähigkeit des Raumfahrzeugs vor seinem bemannten Einsatz nachgewiesen werden, sondern auch die der neuen NASA-Trägerrakete.

Airbus Defence and Space leitet ein europäisches Industriekonsortium, dass das Servicemodul entwickelt und baut. Im Rahmen der „Exploration Mission-2“ soll Orion Mitte des nächsten Jahrzehntes mit vier Astronauten an Bord in den Weltraum starten.

Ich habe meinen Besuch im Bremer Airbus-Werk zudem genutzt, um das Innenleben der dritten Stufe der Ariane-5-Rakete in Augenschein zu nehmen. Auch die wird in Bremen montiert.

Bremen ist im Airbus-Konzern das Europäische Kompetenzzentrum für bemannte Raumfahrt, Trägerraketen und Weltraumrobotik. Hier arbeiten rund 1.000 hochqualifizierte Mitarbeiter. Der Standort ist verantwortlich für wesentliche Beiträge Europas zur Internationalen Raumstation ISS, darunter das Weltraumlabor Columbus und der unbemannte Raumtransporter ATV.

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