Schulterschluss für Natur- und Insektenschutz – Jede einzelne Blüte zählt

Schulterschluss für Natur- und Insektenschutz in Klein Heins: Landwirt Heinrich Luttmann, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Jürgen Luttmann, Kreislandwirt Jörn Ehlers und der Initiator der Verdener Imkermischung Heinrich Kersten hatten mitten in eine Wiese blühender Rübsen, die Teil des Verdener Frühjahrsblüte-Projekts ist, eingeladen, um sich demonstrativ an die Seite des hiesigen Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt zu stellen.

„Mir geht es darum, Insektenschutz und die dafür notwendigen Maßnahmen praktikabel zu machen und die enormen gemeinsamen Anstrengungen unserer Landwirte, Jäger, Imker und anderer Naturschützer in Form des hervorragend funktionierenden „Niedersächsischen Weg“ zu unterstützen“, machte Mattfeldt deutlich, dass in die Tat umgesetzter Insektenschutz-Projekte wie die Verdener Frühjahrsblüte existenziell wichtige Bausteine für das Überleben heimischer Insektenarten von der Biene bis zum Schmetterling seien.

„Was hier mit unheimlich viel Herzblut, Engagement und privatem Geld umgesetzt wird, dürfen wir nicht mit einem Bundesgesetz unterlaufen, das Klientelpolitik für die Städter festschreibt, für die Umsetzung auf dem Land an den Gegebenheiten vorbei geht und deshalb nichts taugt“, gab es von den Anwesenden eine schallende Ohrfeige für die praxisferne, in der Regierungskoalition nicht abgesprochene und zudem fehlerbehaftete Gesetzesvorlage der SPD-Umweltministerin, die der Abgeordnete öffentlich abgelehnt hatte.

„Wir müssen endlich aufhören, so zu tun, als seien die Landwirte die Bösen und die Öko-Aktivisten die einzig Guten. Jeder Landwirt, jeder Obstbauer und jeder, der sich in seinem Garten an den Blüten erfreut weiß, dass er ohne Insekten nichts machen kann“, brachte es Mattfeldt gewohnt deutlich auf den Punkt.

„Der Landwirt von heute ist deshalb mit seinem Umweltverständnis deutlich weiter, als die Umweltschützer uns das glauben machen wollen“, stellte sich Mattfeldt klar an die Seite der modern wirtschaftenden Bauernfamilien in seinem Wahlkreis. „Mehr noch: Unsere Landwirte, Jäger und Imker leisten gemeinsam auf großen zusammenhängenden Flächen wie hier in Klein Heins unverzichtbare Anstrengungen zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutz unserer Insekten. Das darf man nicht Kleinreden oder gar Kraft Gesetz verhindern“, forderte der Politiker, zukunftsweisende Konzepte wie die Verdener Frühjahrsblüte künftig durch öffentliche Gelder zu fördern und so eine stetige flächenmäßige Ausweitung auf freiwilliger Basis zu ermöglichen.

„Wir müssen gemeinsam mit allen, die am Schutz unserer Natur und Umwelt interessiert sind, erfolgreiche Insektenschutzmaßnahmen wie diese in den Köpfen aller Bürgerinnen und Bürger verankern statt über ihre Köpfe hinweg anzuordnen und zu verfügen. Nur so werden sich immer mehr Menschen aktiv am Insektenschutz beteiligen. So wichtig im ländlichen Bereich jede zusätzlich blühende Fläche ist, so sehr zählt im heimischen Garten jede einzelne Blüte“, verdeutlichte Mattfeldt.

„Gleichzeitig sollten wir aber auch dafür Sorge tragen, dass die bisherigen Maßnahmen wissenschaftlich begleitet werden, damit wir sicherstellen können, dass wir nicht nur das Richtige tun, sondern auch im erforderlichen Umfang“, sagte Mattfeldt mit Blick auf das Land und versprach sich deshalb mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast in Verbindung zu setzen. „Erfolgreicher und funktionierender Insektenschutz vor Ort darf nicht auf Bundesebene dem Streit zwischen Umweltverbänden und Politik zum Opfer fallen. Dafür setze ich mich ein“, versprach der Bundespolitiker.

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