Schwarz-gelbes Fahrrad von Andreas Mattfeldt

Andreas Mattfeldt (CDU) auf Bundestagswahlkampftour

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen – SPD-Abgeordneter Joachim Stünker ist mit einem kleinen roten Flitzer unterwegs, einem Fiat 500; sein CDU-Herausforderer Andreas Mattfeldt nimmt sein schwarz-gelbes Fahrrad.
“Bereits bei meiner zweiten Bürgermeisterwahl 2006 hatte ich mein Rad als Wahlkampfmobil genutzt, um flink vor Ort zu sein. Das hat gut funktioniert, weil ich viel direkter mit den Menschen ins Gespräch kam”, so Mattfeldt in einer Mitteilung. Aber auch er könne in dem großen Wahlkreis Osterholz-Verden nicht völlig aufs Auto verzichten. “Hierfür werde ich aber ausschließlich meinen Privat-Pkw nutzen.” Er wolle einen sparsamen Wahlkampf führen und unnötige Kosten wie die Extraanschaffung eines schicken Flitzers vermeiden.

 Schließlich zählten Inhalte und nicht die Verpackung, so Mattfeldt. Seiner Erfahrung nach würden Wahlkampfautos sowieso hauptsächlich als leere Werbehülle genutzt und an gut frequentierten Plätzen abgestellt, um zu suggerieren, dass der Kandidat vor Ort sei. “Solche Mogelei ist nicht meine Sache.”
Mattfeldt ist darauf angewiesen, möglichst viele Wähler zu erreichen und von sich zu überzeugen. “Nur wenn sich die Mehrheit direkt für mich ausspricht, kann ich in den Bundestag einziehen.” Der 39-Jährige ist nicht über die Parteiliste abgesichert und muss den Wahlkreis Verden-Osterholz als Direktkandidat gewinnen, wenn er in den Bundestag einziehen will – und dafür tritt er jetzt fleißig in die Pedale.
Joachim Stünker, seit 1998 Mitglied des Bundestages, will bei seinen Touren auf Themen wie Klimaschutz, Managergehälter, Schuldenbremse, Mitbestimmung, Mindestlöhne, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Innere Sicherheit und Verbraucherschutz setzen. “Wer sich über diese und viele andere Themen informieren möchte, sollte auf das Infomobil achten”, schreibt er in einer Pressemitteilung. Ab sofort sei der knallrote und auffällig beklebte kleine Flitzer Tag für Tag in den Landkreisen Verden und Osterholz unterwegs. Gesteuert werde das mit viel Material beladene Fahrzeug von SPD-Mitgliedern aus fast allen Ortsvereinen. Stünker: “Mir liegt daran, dass jeder einzelne Wähler seine Entscheidung am 27. September gut informiert trifft. Das ist wichtig für die Demokratie. Deshalb pflege ich zum Beispiel meine Internetseite. Mit dem roten Auto kommt als neuer Service jetzt ein mobiles Bürgerbüro hinzu. Nicht die Menschen müssen uns aufsuchen, sondern wir kommen zu den Menschen.”
Die Fahrer des umweltfreundlichen Kleinwagens wollen viele Stopps an belebten Plätzen machen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. “Über einen Briefkasten verfügt das Auto natürlich nicht. Aber sollten wir einmal nicht an Bord sein, genügt ein Zettel hinter dem Scheibenwischer, und wir melden uns”, so Bernd Michallik aus Langwedel, einer der Fiat-Fahrer.

x

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Cookie-Richtlinien.

Einverstanden Ablehnen Datenschutz-Einstellungen