Sicherheit im Netz endlich ernst nehmen: Unternehmen sollen starke IT-Sicherheit „Made in Germany“ entwickeln

Andreas MattfeldtDer Cyberangriff auf die Router der Deutschen Telekom hat in Deutschland fast eine Million Nutzer betroffen. Leider war das kein Einzelfall. Tatsächlich finden tagtäglich Cyberattacken auf wichtige Versorgungsnetze im Bereich Energie, Wasser oder Gesundheit statt und gefährden damit unsere Sicherheit und Ordnung. Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steigt die Zahl an Cyberangriffen und Schadprogrammen kontinuierlich. Schon der Angriff auf das Bundestagsnetz im Vorjahr hatte deutlich gemacht, wie groß der Bedarf nach mehr IT- und Datensicherheit hierzulande ist. Die im Juli 2016 verabschiedete EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS), die bis 2018 in nationales Recht umzusetzen ist, weist bereits in die richtige Richtung. 

Indem wir das IT-Sicherheitsgesetz und die Kritis-Verordnungen zur Bestimmung kritischer Infrastrukturen initiiert haben, haben wir in Deutschland schon gute Vorarbeit geleistet. Im privaten Bereich können Nutzer seit August 2016 dank des Routerfreiheitsgesetzes das Endgerät für ihren Internetanschluss unabhängig vom Netzanbieter wählen. Aber vor allem bei Unternehmen besteht noch Handlungsbedarf. Deshalb fordere ich, dass wir uns gegen Cyber-Terroristen konsequent wehren müssen. Die IT-Sicherheit muss gerade für unsere Unternehmen oberste Priorität haben. Wir stehen hier vor einem realen Bedrohungsszenario. Deutsche Unternehmen sollten deshalb bei der Cyberabwehr eng zusammenarbeiten und Instrumente für eine starke IT-Sicherheit ‚Made in Germany‘ entwickeln.

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