SoVD – Kreistagung

Ich komme gerade aus der Kreistagung des SoVD (Sozialverband Deutschland e.V., früher Reichsbund). Der SoVD tagt seit vergangenen Jahr regelmäßig im Rathaus Langwedel. Ich freue mich hierüber, denn schließlich  ist unser Rathaus nicht nur Sitz der Verwaltung und des Gemeinderates, sondern neben einer kulturellen Begegnungsstätte auch Veranstaltungsort  zahlreicher Verbände und Institutionen. Gerne habe ich dem SoVD eine Tagungsheimat gegeben.

Es war auf der Tagung positiv zu hören, dass die Mitgliederzahlen im Kreisverband Verden stetig wachsen und der SoVD Verden mit seinem Vorsitzenden Adolf Allbrecht gut aufgestellt ist.

In meinem Grußwort an die Mitglieder bin ich auf die anwachsende Verschuldung der öffentlichen Haushalte und der damit verbundenen Risiken eingegangen. Ich bin über die täglich neuen und unausgegorenen Ideen mancher politischer Strömungen  erschrocken. Ich  kann immer nur wieder daran appelieren, eine größere Ausgabendiziplin an den Tag zu legen. Gerade auch im Hinblick auf noch anstehende zu lösende Aufgaben darf eine verantwortungslose populistische Politik, die nur auf das kurzfristige  erhaschen von Wählerstimmen aus ist, nicht zum Erfolg führen.

Als wohl größte Herausforderung wird in den kommenden Jahren der Umgang mit der wachsenden Zahl von Pfegebedürftigen sein. Die demografische Entwicklung läßt hier einiges befürchten. Dabei habe ich keine Angst vor fehlenden Pflegeplätzen, dies ist durch Investitionen zu lösen. Vielmehr befürchte ich, dass für die wohl steigende Anzahl von Pflegefällen nicht ausreichend Personal zur Verfügung stehen wird. Wir wollen ehrlich sein, Pflegeberufe sind aufgrund der geringen Bezahlung einfach nicht interessant genug.

Wenn wir zukünftig in Würde alt werden wollen, sind wir über die Generationsgrenzen  hinweg gefordert, gemeinsam mit der Politik, Lösungen herbeizuführen. Nur wenn die immer weniger werdende jüngere Generation bereit ist, pflegen zu wollen, wird es keinen Pflegenotstand geben.

Gerade auch deshalb halte ich ein aufhetzen der Generationen aufeinander, wie es gewisse politische Gruppen in diesen Tagen herbeireden wollen, für einen äußerst gefährlichen Weg. Eine solche Politik wird  am Ende nur Verlierer kennen. Die eine Generation wird ohne die andere nicht bestehen können. Dies muss uns allen klar sein.

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