“Südlink”nicht außen herum

VON MICHAEL LAMBEK
Verden. Die Antwort ist Nein. Der gemeinsame Versuch von Politikern, Bürgermeistern und Landräten, der „Südlink“-Trasse einen anderen Verlauf zu verordnen als den ursprünglich von Netzbetreiber Tennet vorgeschlagenen, ist vorerst gescheitert.

Die Trasse für die Stromleitung, durch die ab 2022 regenerativ erzeugte Energie über 800 Kilometer nach Süddeutschland transportiert werden soll, führt mitten durch die Landkreise Rotenburg und Verden. Dort war man von dieser Aussicht wenig begeistert und setzte sich – unterstützt vom CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt – für eine Alternativ-Trasse ein: ab Buxtehude entlang der Bundesstraße B 3 in östlicher Richtung, durch den Außenbereich des Truppenübungsplatz Bergen und von dort entlang der Autobahn A 7 nach Süden. Nach Prüfung dieses Plans winkte das Bundesverteidigungsministerium einer Mitteilung von Andreas Mattfeldt zufolge ab. Eine Überspannung auch nur des Außenbereichs des Übungsplatzes sei nicht möglich.

Mattfeldt nennt diese Entscheidung in seiner Mitteilung inakzeptabel und empfiehlt den Landwirten und Landbesitzern entlang der geplanten Trasse, nun ihrerseits ihre Flächen für das Projekt nicht zur Verfügung zu stellen.

Der Chef der Verdener CDU-Kreistagsfraktion, Wilhelm Hogrefe, glaubt, das letzte Wort in dieser Sache sei noch nicht gesprochen. Das Verteidigungsministerium könne zur Trasse Stellung nehmen, wie alle anderen auch, sagte er – „letztlich entscheidet aber die Bundesnetzagentur, wo die Trasse entlangführt“.

aus Weser Kurier und Verdener Nachrichten vom 22.01.2015

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