SuedLink: Treffen mit der Tennet Geschäftsführung

Mattfeldt Lex Hartman Dr Christoph Thiel1

Noch vor Weihnachten habe ich mich mit Lex Hartman, Mitglied des Vorstandes des Übertragungsnetzbetreibers Tennet, getroffen, um über die möglichen Trassenkorridore der geplanten Nord-Süd-Stromtrasse zu sprechen. Mit dabei war auch Dr. Christoph Thiel, bei Tennet zuständiger Projektleiter für Südlink. Ich hatte ja bereits öffentlich angekündigt, dass ich gemeinsam mit Landrat Peter Bohlmann vor allem auch wegen des betroffenen Waldkindergartens in Kirchlinteln eine bessere Lösung für den Verlauf von Südlink erreichen möchte. Lex Hartman hat mir versichert, dass nach wie vor alle möglichen Trassenvorschläge – auch die außerhalb unseres Landkreises – in der Überlegung und Planung sind. Gerade deshalb habe ich noch einmal mit Nachdruck auf die Problematik des Waldkindergartens aufmerksam gemacht und auch noch einmal die Argumente von Herrn Bohlmann und mir verdeutlicht.

Die kürzeste und damit auch günstigste Strecke von SuedLink würde entlang des Truppenübungsplatzes Bergen verlaufen und diese muss daher priorisiert werden. Dadurch würde sich ein neuer Trassenverlauf ergeben, der dann nicht mehr durch unseren Landkreis führen würde. Ich halte es für erforderlich, dass aufgrund der ohnehin schon hohen Strompreise immer die kostengünstigsten und darüber hinaus im Besonderen die für die Bevölkerung schonendsten Verläufe bevorzugt werden müssen. Auch bei der Erdverkabelung muss das Bündelungsgebot eingehalten werden und die Stromtrasse darum an der A7 entlang verlegt werden.

Nicht nachzuvollziehen ist für mich zudem, dass der Truppenübungsplatz Bergen in der höchsten Raumwiderstandklasse eingestuft und dadurch von der Planung ausgenommen ist. Ich verspreche daher, mich mit Nachdruck im Bundesverteidigungsministerium für eine praktikable Lösung einzusetzen, damit doch noch die Stromtrasse am Rande des Truppenübungsplatzes Bergen entlang geführt werden kann. Es gibt einen Teilbereich des Truppenübungsplatzes, der etwa 300 Meter aus der eigentlichen Fläche heraussticht, aber nur ca. 200 Meter breit ist. Tennet hat betont, dass dieser Bereich – der zudem nur Waldbewuchs aufweist – eine sehr gute Lösung für die Verlegung des Erdkabels darstellen kann. Zudem könnte man diese Fläche leicht unterbohren, so dass auf dem Truppenübungsplatz noch nicht einmal Bauarbeiten stattfinden würden, sondern nur außerhalb. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser kleine und von der Hauptfläche herausstechende Bereich des Übungsplatzes genutzt wird und werde darum im Bundesverteidigungsministerium darauf drängen, dass dieser Bereich für die Planung freigegeben wird.

Ob dieser Ansatz Erfolg haben wird, kann ich nicht sagen, dennoch möchte ich nichts unversucht lassen. Sollte es dennoch zu diesem Trassenverlauf kommen, hat mir Tennet versichert, dass auch die Freifläche des Waldkindergartens in der Planung mehr berücksichtigen werden soll, um einen möglichen Eingriff so gering wie möglich zu halten. Da der ca. tausend Meter breite Planungskorridor bereits am Rande des Waldkindergartens entlang läuft, die letztendliche Schneise für das Erdkabel aber lediglich zwanzig Meter breit sein wird und Tennet den Waldkindergarten im Blick hat, bin ich optimistisch, dass es nahezu keine Auswirkungen für die Kinder geben wird.

Bild: Andreas Mattfeldt, Lex Hartman, Dr. Christoph Thiel (vLnR)

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