Tabakverordnung führt zu Problemen

CDU-Politiker besuchen Verdener Firma Focke

Verden. Auf Einladung von Andreas Mattfeldt MdB besuchte der Europaabgeordnete Burkhard Balz gemeinsam mit der Europakandidatin Isabel Gottschewsky und dem CDU-Ratsfraktionsvorsitzenden Jens Richter die Firma Focke & Co. Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller für Verpackungsmaschinen weltweit.

Hintergrund des Gesprächs war die neue europäische Tabakverordnung, die Änderungen von Zigarettenverpackungen mit sich bringt. Geschäftsführer Jürgen Focke machte deutlich, dass im Grundsatz nichts gegen die neue Verordnung einzuwenden sei. Nur die technische Umsetzung sei nicht hinreichend berücksichtigt worden. Beispielsweise erfordere die neue Positionierung der Steuermarke an der Schachtelseite die Umstellung sämtlicher Verpackungsmaschinen, die für den europäischen Markt produzieren. „Für die Entwicklung und Umrüstung  der Maschinen ist das angesetzte Zeitfenster von drei Jahren viel zu gering“, äußerte sich der Geschäftsführer kritisch.

Eine weitere Herausforderung stelle laut Vertriebsmitarbeiter Andreas Lübeck die vorgeschriebene Packungsgröße für sogenannte Slim-Zigaretten dar. „Durch die festgelegte Mindestgröße muss das halbe Verpackungsvolumen mit Pappe gefüllt werden, damit die Schachteln im Produktionsprozess verleimt werden können. Hierdurch entsteht ein nicht unerheblicher Materialverbrauch, der auch unter Umweltgesichtspunkten kaum zu vertreten ist“, erläuterte Lübeck.

Burkhard Balz merkte an, dass die Zigarettenindustrie im Vorfeld des neuen Tabakerlasses nicht auf diese Problematiken hingewiesen habe. Gerade im Hinblick auf die zeitlichen Vorgaben der Verordnung werde er in Brüssel noch einmal aktiv werden.

aus Verdener Aller-Zeitung vom 23. Mai 2014

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